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    Wenn einem plötzlich schwarz vor Augen wird

    GMUNDEN. Gmundner Internist gibt Menschen mit Blutdruckschwankungen einfache Verhaltenstipps.

    Menschen mit niedrigem Blutdruck und Ältere kennen das Problem: Wenn sie zu schnell aufstehen, wird ihnen schwarz vor Augen. Orthostatische Hypotonie nennen Mediziner dieses Phänomen. Orthostatische Hypotonie. „Auch bestimmte Medikamente, Flüssigkeitsmangel, Bewegungsmangel oder längere Bettlägrigkeit können zu orthostatischer Hypotonie führen“, sagt Primar Peter Dovjak, Internist und Leiter der Abteilung für Akutgeriatrie und Remobilisation am Salzkammergut-Klinikum Gmunden.

    Auch wenn die orthostatische Hypotonie nicht heilbar ist, gibt es laut Dovjak doch eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Symptome auf ein Minimum zu reduzieren.

    Der Arzt rät Betroffenen langsam aufzustehen und nach dem Aufwachen einige Minuten im Bett zu sitzen. Etwas zu trinken oder Gymnastik kann in dieser Zeit den Kreislauf anregen. „Auch Stützstrümpfe helfen, den Blutrückstrom in den Beinen zu fördern“, so der Internist. Außerdem rät Dovjak dazu, öfters kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen als wenige große. „Große Mahlzeiten brauchen für die Verdauung viel Blut im Bauchraum, das dann im Kopf fehlt. Koffeinhaltige Getränke können auch hier helfen.“

    Grundsätzlich sollten Betroffene auch Alkohol meiden, weil dieser entwässert und die Blutgefäße erweitert, was zu einem weiteren Abfall des Blutdrucks führt. „Sprechen Sie auch mit Ihrem Hausarzt über die laufende Medikation“, so der Mediziner. „Vielleicht müssen Dosis oder Zusammenstellung wegen der Hypotonie angepasst werden.“

    OÖN, 10.08.2017, 00:04 Uhr

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