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    Vöcklabrucker SP-Büro droht Opfer der Partei-Reorganisation zu werden

    Vöcklabrucker SP-Büro droht Opfer der Partei-Reorganisation zu werden

    VÖCKLABRUCK. Bezirksgeschäftsstelle soll zu stundenweise geöffnetem "Red Hot Spot" degradiert werden.

    Die Genossen im Bezirk Vöcklabruck sind fuchsteufelswild: Die geplante Reorganisation der Landespartei sieht vor, dass die Bezirksstelle in Vöcklabruck an die Geschäftsstelle Grieskirchen angeschlossen wird und Vöcklabruck mit einem "Red Hot Spot"-Büro, das nur stundenweise geöffnet ist, abgespeist wird.

    Am Montag befasst sich der SP-Landesparteivorstand mit einer geplanten "Reorganisation" der Bezirksgeschäftsstellen: Laut ersten Informationen sollen die Bezirks-Büros in den Wahlkreisen zusammengefasst werden.

    Dass Vöcklabruck, gemessen an Bevölkerung, Parteimitgliedern und Wahlergebnissen an die viel kleinere Bezirksorganisation Grieskirchen angeschlossen werden soll, stößt den Vöcklabrucker Genossen sauer auf. Die Bezirksorganisation dürfe nicht einer Einsparung zum Opfer fallen, mokieren sich etwa der ehemalige Geschäftsführer Franz Schwarz und Ex-Vorsitzender Helmut Kapeller.

    Auf wenig Gegenliebe stößt die Landespartei auch bei den aktiven Funktionären. SP-Bezirksvorsitzender Peter Groiß versucht, den Ball flach zu halten. Die angedachte Struktur hält aber auch er für unmöglich, weil das Vöcklabrucker Büro oft unbesetzt wäre. Das könne er mit seinen Abgeordneten nicht mittragen. SP-NAbg. Doris Margreiter will zwar abwarten, wie das Konzept im Detail aussieht. Aufgrund erster Rückmeldungen vermutet sie, dass die Zusammenlegung der Büros abgelehnt wird. Es sei nicht nachvollziehbar, dass kleinere Bezirke das Wahlkreisbüro bekämen. "Aus meiner Sicht ist das noch nicht gegessen", sagt sie, zu den OÖN. "Wir werden uns dagegen wehren."

    Gerhard Hüttner, 11.05.2018, 02:43 Uhr

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