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    Traum der reichen Gemeinden platzte leider bald

    ST. GILGEN/STEINBACH. Franz Hauser erinnert zum 100. Todestag von Philipp von Ferrary an den Gönner des südlichen Attersees.

    Philipp von Ferrary war nicht nur der Besitzer der größten Briefmarkensammlung der Welt, sondern auch ein Freund des südlichen Attersees. Franz Hauser, Obmann von Atterwiki, hat das Leben des Aristokraten recherchiert und berichtet zum 100. Todestag über das bunte Leben des ungewöhnlichen Menschen.

    Nach dem Tod von Ferrary erbten die Gemeinden Unterach, St. Gilgen und Steinbach hohe Summen seines Vermögens. Mit der Geldentwertung zum Kriegsende war der Traum von den "reichen Gemeinden" vorbei.

    Noch heute gibt es viele Hinweise an Philipp und seine Gönnerschaft am südlichen Attersee. So baute er für den Wiener Briefmarkensammler Friedl eine Villa auf der Halbinsel Burgbachau, die heute im Besitz einer italienischen Milliardärsfamilie ist, die dort ein Pferdegestüt aufbaute. Die Volksschule in Steinbach ließ er aufstocken und in der Burgau ließ er die Ferrary-Kapelle errichten, die er ursprünglich auch als seine Begräbnisstätte angedacht hatte. Er selbst vermied den Luxus, trug abgetragene Kleidung. Er wurde unter dem Namen Philipp Arnold auf dem Friedhof von Steinbach beigesetzt. Das Grab wurde später aufgelassen, eine Gedenktafel ist an der Pfarrkirche angebracht.

    Vortrag "Philipp von Ferrary und der südliche Attersee" von Franz Hauser, Samstag, 20.30 Uhr, Gemeindezentrum Steinbach

    19.05.2017, 00:04 Uhr

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