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    Täglich mit dem Rad von Traunkirchen nach Bad Ischl

    TRAUNKIRCHEN, BAD ISCHL. Alexander Garstenauer, Leiter der Geriatrie im Salzkammergut-Klinikum Bad Ischl fährt jeden Tag 50 Kilometer mit dem Rad. Sommers wie winters und bei jedem Wetter. Das ist Teil seiner Lebensqualität.

    Dr. Alexander Garstenauer ist Facharzt für interne Medizin und leitet die geriatrische Abteilung des Salzkammergut-Klinikums Bad Ischl.

    Der Oberarzt ist aber auch ein leidenschaftlicher Radfahrer. Der 54-Jährige fährt mit dem Drahtesel von seinem Wohnort Traunkirchen in die Arbeit. Jeden Tag und zu jeder Jahreszeit. Das sind täglich zweimal 25 Kilometer, für die er jeweils eine Stunde braucht. Nur ganz selten, wenn beispielsweise zu viel Schnee auf dem Radweg liegt, greift er aufs Auto zurück.

    „Der Kopf wird frei“

    „Das tägliche Radfahren macht einen großen Teil meiner Lebensqualität aus“, sagt er. Dass ein Facharzt für innere Medizin die positiven Auswirkungen des Pedaletretens auf Herz und Lunge begrüßt, versteht sich von selbst. „Aber auch der Kopf wird frei“, sagt er. „Wenn ich nach einem anstrengenden Tag das Krankenhaus verlasse, kann ich mich beim Radfahren wunderbar erholen.“ Vor allem aber genieße er das Glücksgefühl, das sich auf längeren Strecken einstellt. „Nach 40 Minuten kommen die Endorphine“, sagt er. „Das passiert in meinem Fall ganz verlässlich auf der langen Geraden von Langwies.“

    Garstenauer kann sich im Krankenhaus duschen, bevor er morgens den Dienst antritt. Außerdem unterstützt die Gespag radfahrende Mitarbeiter auch, indem sie im Krankenhaus absperrbare Radstellplätze errichtete – samt Ladestation für E-Bikes. „Es gibt inzwischen bereits fünf Oberärzte in unserer Abteilung, die mit dem Rad zur Arbeit fahren“, so Garstenauer.

    Der gebürtige Steyrer besitzt zwei Fahrräder. Bei guter Witterung fährt er auf einem leichten Rennrad zur Arbeit. Bei schlechten äußeren Bedingungen nutzt er ein robusteres Crossbike mit E-Motor. „Wenn der Gegenwind zu heftig wird, schalte ich den Motor dazu“, sagt er.

    Die flache Strecke zwischen Traunkirchen und Bad Ischl sei ideal zum Radfahren, so der Mediziner. „Nur die vielen Schlaglöcher auf dem Radweg sind ärgerlich. Wenn die Politik will, dass viele Menschen mit dem Rad pendeln, sollte man Radwege genauso pflegen wie die Straßen.“

    Edmund Brandner, 12.01.2018, 05:31 Uhr

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