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    SP ortet Mängel in Kinderbetreuung: Öffnungszeiten sind "eine Katastrophe"

    SP ortet Mängel in Kinderbetreuung: Öffnungszeiten sind "eine Katastrophe"

    VÖCKLABRUCK. SP-Offensive: Land Oberösterreich gefordert, um Nachholbedarf aufzuholen.

    Eine Kinderbetreuungsoffensive startet die SPÖ, die dazu auch das Angebot im Bezirk Vöcklabruck unter die Lupe genommen hat. Resümee von LAbg. Hermann Krenn: "Das Angebot ist gestiegen, aber der Bedarf ist beträchtlich."

    Im Bezirk Vöcklabruck besuchten 2015/16 etwa zehn Prozent der unter Zweijährigen eine Kinderbetreuungseinrichtung (OÖ 21,6 Prozent). "Die Betreuungsquote allein sagt noch nicht sehr viel über die Qualität aus", schränkt Doris Margreiter, SP-Bezirksfrauenvorsitzende, ein. Der Vereinbarkeitsindikator für Beruf und Familie (VIF) ergibt sich aus Kriterien wie Öffnungszeiten oder einem Mittagessen. Im Bezirk Vöcklabruck liegt der Anteil der Kinder, die VIF-konforme Kindergärten besuchen, bei drei Prozent. "Das ist eine Katastrophe und nicht zu akzeptieren." Ihr sei wichtig, dass jede Mutter und jeder Vater für sich selbst bestimmen könne, ob sie arbeiten gehen oder nicht. "Die vielfach gewünschte Wahlfreiheit der Familien scheitert schon am fehlenden Angebot", so Margreiter.

    Nachholbedarf ortet Bezirksvorsitzender Peter Groiß vor allem bei den Öffnungszeiten. "Wenn man sich wünscht, dass die Arbeitszeit flexibler wird, dann muss man zeitgerecht dafür sorgen, dass in der Kinderbetreuung keine Defizite da sind", betont er. Vor allem bei den Randzeiten am Morgen bzw. am Nachmittag gebe es derzeit noch erhebliche Mängel.

    "Damit wir die Kinderbetreuung so ausbauen können, wie es sich die Familien vor Ort wünschen, brauchen wir deutlich mehr Unterstützung vom Land Oberösterreich", deponiert Groiß.

    OÖN, 17.02.2017, 04:37 Uhr

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