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    Polizei kassierte 484 illegale Pyrotechnik-Produkte ein

    VÖCKLABRUCK. Eine Schwerpunktkontrolle von Feuerwerk-Verkaufsständen im Bezirk Vöcklabruck brachte ein erschreckendes Ergebnis. Viele der angebotenen Pyrotechnikprodukte sind illegal, die Polizei kassierte 484 Packungen ein. Für die Händler setzt es nicht nur Verwaltungsstrafen. Auch die Justiz hat sich eingeschaltet.

    In den Tagen vor Silvester kontrollierten Sicherheitsbeamte der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck sowie der Bundespolizei 18 Pyrotechnik-Verkaufsstände im Bezirk Vöcklabruck und kamen zu einem erschreckenden Ergebnis: An 13 Ständen wurden illegale Produkte verkauft.

    Beanstandet wurden vor allem fehlende Kennzeichnungen auf den Feuerwerksraketen und Knallern. Nach der Herstellung von Pyrotechnik-Waren müssen die Hersteller eine Konformitätsbewertung durchführen, die durch eine EU-Konformitätserklärung und ein entsprechendes Kennzeichen auf dem Knallkörper bestätigt wird. Dazu gehört auch eine Registrierungsnummer auf den Produkten, die von den Prüfstellen ausgegeben wird.

    Bei vielen Raketen fehlte diese Registrierungsnummer. Das bedeutet: Die Verkäufer konnten nicht erklären, welchen Inhalt und welche Produktsicherheit ihre Produkte haben.

    Staatsanwaltschaft ermittelt

    „Wir zogen insgesamt 484 Packungen aus dem Verkehr“, sagt Johannes Beer, Sicherheitschef der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck. „Gegen die Händler und Hersteller haben wir Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet.“ Darüber hinaus gibt es aber auch eine strafrechtliche Überprüfung durch die Staatsanwaltschaft.

    Bei den eingezogenen Knallkörpern handelte es sich um Pyrotechnikprodukte der Klasse F2. Das heißt, dass sie an Personen unter 18 Jahren nicht verkauft werden dürfen. Außerdem handelte es sich durchwegs um ältere Waren, die aus einer Zeit stammen, als es diese Kennzeichnungspflicht noch nicht gab. „Es besteht der Verdacht, dass sich die Händler die Kosten der Konformitätserklärung und -kennzeichnung bei ihren Altwaren einfach ersparen wollten“, so Beer.

    OÖN, 11.01.2018, 00:56 Uhr

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