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    Kösslmühle

    Kösslmühle: Giebel provisorisch repariert und abgesichert

    GMUNDEN. "Die Beschädigung der Fassade ärgert uns selbst am meisten", sagt der Besitzer des historischen Gebäudes am Gmundner Traunufer.

    Die Besitzer der Kösslmühle haben heute die Fassade des historischen Gebäudes wieder geschlossen und statisch abgesichert. Als sich gestern bei Holzarbeiten Teile des Giebels lockerten und von den Arbeitern zur Sicherheit heruntergerissen worden, löste das in der Stadt heftige Reaktionen aus. Viele dachten, die Besitzer der Immobilie würden das Gebäude illegal abreißen. 

    Eigentümer Siegfried Spiessberger, der gemeinsam mit seiner Frau an der Stelle der Kösslmühle ein Wohnbauprojekt verfolgt, ärgert sich selbst über den Zwischenfall. „Wir sind mitten in Verhandlungen mit der Stadtgemeinde und haben überhaupt kein Interesse, irgendjemanden vor den Kopf zu stoßen“, sagt er. Und weist Gerüchte zurück, die gestern in Gmunden die Runde machten. So wurde kolportiert, dass die Fassade mit einer Abrissbirne zum Einsturz gebracht worden sei. „In Wahrheit war nur ein Forstbagger mit einer Greifzange für Baumstämme im Einsatz“, so Spiessberger. „Als die Arbeiter sahen, dass der beschädigte Giebel herabzustürzen droht, holten sie das brüchige Material damit herunter.“

    Obwohl die vorliegenden Pläne des Wohnbauprojektes von der Stadtpolitik abgelehnt werden, ist Spiessberger optimistisch, dass noch eine Kompromisslösung gefunden werden kann. „Wir sind mitten in den Gesprächen mit Parteivertretern und hatten erst gestern das jüngste Treffen.“ Umstritten sind unter anderem die Größe des geplanten Gebäudes sowie die Zahl der Parkplätze.

    ebra, 11.08.2017, 14:20 Uhr

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