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    Kammerhofer ist Listenerster bei Peter Pilz

    GMUNDEN. Der Grüne Gmundner Ersatzgemeinderat macht einen bundespolitischen Seitensprung. Am Traunsee sehen die Grünen tolerant darüber hinweg. Kammerhofers Chancen auf den Einzug in den Nationalrat sind ohnehin verschwindend gering.

    Er gründete in den Achzigerjahren das Unternehmen Grüne Erde, wandte sich später Buddha zu, danach den Gmundner Sozialdemokraten und schließlich den Grünen. Jetzt schließt sich Karl Kammerhofer (75) Peter Pilz an und kandidiert bei der Nationalratswahl auf dem ersten Platz der Pilz-Wahlliste im Traunviertel.

    „Ich war dabei, als in Österreich die Grüne Alternative Partei gegründet wurde“, sagt der Gmundner. „Aus meiner Sicht ist Peter Pilz derjenige, der unsere Ideale von damals bis heute vertritt. Uns geht es um mehr direkte Demokratie, um eine gerechtere Wirtschaft und um ein gerechteres Steuersystem. Die Grünen von heute sind ja nur noch mit Genderthemen beschäftigt.“

    In Gmunden selbst bleibt Kammerhofer dennoch Ersatzgemeinderat der Grünen. „Weil wir gut zusammenarbeiten“, sagt er. Auch die Gmundner Grünen selbst sehen Kammerhofers bundespolitischen Seitensprung entspannt. „Solange unsere Landespartei keinen Einwand erhebt, wollen wir in der Gemeinde weiterhin kollegial zusammenarbeiten“, sagt die Grüne Gemeinderätin Johanna Bors. (ebra)

    Edmund Brandner, 12.08.2017, 00:16 Uhr

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