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    Hirz: WKO eröffnet mit Brücke-Brief unnotwendige Neiddebatte

    Hirz: WKO eröffnet mit Brücke-Brief unnotwendige Neiddebatte

    VÖCKLABRUCK. Grüner LAbg. kontert: Sozialökonomisches Projekt nicht nur betriebswirtschaftlich, sondern volkswirtschaftlich betrachten.

    Heftige Reaktionen hat der offene Brief der Wirtschaftskammer Vöcklabruck über das Projekt "Zur Brücke" ausgelöst, in dem vom Scheitern der sozialökonomischen Einrichtung die Rede ist. "Die rein betriebswirtschaftlichen Argumente kann man nicht stehen lassen, wir brauchen eine volkswirtschaftliche Berechnung", so Gottfried Hirz (Grüne).

    Die WKO hat im Brief ausgeführt, dass im Gasthaus "Zur Brücke" in den vergangenen 20 Jahren 700 Langzeitarbeitslose beschäftigt waren, davon aber nur acht Prozent danach in der Gastronomie gearbeitet hätten. Das Projekt koste für neun Monate 500.000 Euro an Steuergeldern, das man effizienter einsetzen könnte, so die WKO.

    Offensichtlich sehe die Wirtschaftskammer das sozialökonomische Gasthaus als Konkurrenz zu anderen Gastronomiebetrieben, mutmaßt Hirz. Der offene Brief bedeute den Start einer Neiddebatte, "die wir nicht notwendig haben", ärgert sich der Grüne Abgeordnete. Er verweist auf die Ausschusssitzung des Landtags im Juni, in der Möglichkeiten zur Weiterführung der "Brücke" erarbeitet werden sollen.

    Kritik am WKO-Brief äußert auch ÖGB-Regionalsekretär Frederik Schmidsberger. "Der Brief strotzt nur so vor sozialer Kälte", empört er sich. Schmidsberger weist darauf hin, dass Angelika Winzig nicht nur WKO-Obfrau, sondern auch Abgeordnete der VP zum Nationalrat ist und als solche versuche, die Sparpolitik der Koalition zu rechtfertigen. (gh)

    14.05.2018, 00:04 Uhr

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