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    Große Überraschungen am Mondsee

    Große Überraschungen am Mondsee

    MONDSEE. Unterwasser-Ausgrabung des Forschungsprojekts Zeitensprung übertrifft Erwartungen.

    Die Unterwasser-Ausgrabung des Forschungsprojekts Zeitensprung in Mooswinkel am Mondsee ist zu Ende. Die gut erhaltene Fundstelle überraschte mit zahlreichen Funden und einem Holzartenspektrum, das sich deutlich von jenem am Attersee unterscheidet.

    "Es freut mich sehr, dass das finanzielle, aber auch tatkräftige Engagement des Landes Oberösterreich in der Pfahlbauforschung wieder Früchte trägt", so Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP). Die Unterwasser-Ausgrabung in Mooswinkel habe überraschende Funde zutage gebracht, die es in den nächsten Wochen und Monaten wissenschaftlich auszuwerten gelte.

    "Was uns in Mooswinkel begeistert hat, waren die zahlreichen Tierknochen und insbesondere auch Fischwirbel, die wir so bei den vorangegangenen Grabungen nicht feststellen konnten", erklärt Unterwasser-Archäologe Henrik Pohl. Zu den ansehnlichen Funden, die teils bis zu 5500 Jahre alt sind, gehörten auch ein sehr gut erhaltenes Hängegefäß und ein Rohling für Schmuckperlen. Die deutlichen Reste von Birkenpech an einer in Mooswinkel gefundenen Pfeilspitze zeigen, wie man diesen "Universalkleber der Steinzeit" für die Herstellung von Waffen und Werkzeugen verwendete.

    Wie oft die Pfahlbauten in Mooswinkel errichtet, verlassen und wieder neu errichtet worden sind, könne man noch nicht sagen. "Mit dem geborgenen Material können wir jetzt Analysen machen, die uns am Ende verraten werden, ob wir es mit einer kontinuierlichen Besiedlung zu tun haben oder ob es einzelne Siedlungsphasen gibt, die vielleicht sogar Hunderte von Jahren auseinanderliegen könnten", sagt Projektleiterin Jutta Leskovar vom OÖ. Landesmuseum. Man erwarte die Fortsetzung der Grabung im nächsten Jahr daher schon jetzt mit Spannung.

    13.06.2018, 00:04 Uhr

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