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    Gmundner Spitzkappen erinnern an die Ära des Salzhandels

    GMUNDEN. Nach der ORF-Live-Übertragung des Gmundner Glöcklerlaufes war Kritik an den Gmundner Kappen laut geworden. Sie seien „nicht herzeigbar“.

    Wie die OÖN berichteten, wurde der ORF am Wochenende von Brauchtumsfreunden im inneren Salzkammergut kritisiert, weil er TV-Livebilder vom Glöcklerlauf in Gmunden ausstrahlte – und nicht von der Glöcklerhochburg Ebensee. Die Gmundner Kappen seien „nicht herzeigbar“, monierte ein Bad Ischler Journalist. Er spielte damit auf die Spitzkappen an, die in der Bezirkshauptstadt von einem großten Teil der Glöckler getragen wird.

    Das lassen die Gmundner nicht auf sich sitzen. „Wer sich mit der Geschichte des Glöcklerlaufs ein bisschen beschäftigt, der weiß, dass dieser Brauch in Gmunden schon seit mehr als 100 Jahren gepflegt wird“, sagt Franz Wolfsgruber, Obmann des Trachtenvereins Traunseer. Ebenso alt sei die Tradition der spitzen Kappen. Sie symbolisiere den Salzstock – die damals übliche Verpackungsform des Salzes, das von Gmunden aus gehandelt wurde. (ebra)

    10.01.2018, 00:04 Uhr

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