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    Pfarrkirche Rohrbach

    Sanierung der Rohrbacher Kirche: "Wir müssen alle zusammenhelfen" 

    In den nächsten drei Jahren wird die Pfarrkirche in Rohrbach von Grund auf saniert - Arbeit gibt es für zehn Jahre.

    ROHRBACH. Die Ende des 17. Jahrhunderts erbaute Pfarrkirche von Rohrbach ist in die Jahre gekommen. Rundherum prägen Risse und abgeblätterter Putz das Bild des Kirchengebäudes - nicht zuletzt wegen früherer Baufehler bei den vorangegangenen Sanierungen. Doch immerhin ist die Rohrbacher Kirche einer der wichtigsten Barockbauten nördlich der Donau. Carlo Antonio Carlone baute einst die Kirche, die bereits die dritte an diesem Standort ist. „Wir gehen nun das Projekt mit großem Elan an sagt der Pfarrer und hofft auf ein Zusammenrücken der Pfarrgemeinde: So ein Projekt können wir nur gemeinsam schaffen, da müssen wir alle zusammenhelfen“, sagt Pfarrer Alfred Höfler. Dabei kann er auf fast 5000 Katholiken aus seiner Pfarre hoffen, die das Gemeindegebiet von Rohrbach-Berg und Teile der Gemeinde Oepping umfasst.  Am dringlichsten steht die Sanierung von Turm und Dach an: „Am Turm ist das Gebälk schon recht arg in Mitleidenschaft gezogen. Da haben wir Handlungsbedarf. Danach kommt das Dach“, sagt Alois Lindorfer, der als erfahrener Bautechniker Pfarrer Alfred zur Seite steht.  Im Gespräch ist die Kirchensanierung schon lange. Allerdings musste die Pfarre in den vergangenen Jahren die Generalsanierung des Pfarrhofes stemmen. Auch die Schlosskirche in Götzendorf, die von der Pfarre Rohrbach betreut wird, wurde in den vergangenen Jahren neu gestaltet. 

    Geld und Robot

    Die Hilfe aus der Pfarre kann vielfältig ausfallen. Vor allem aber kostet die Sanierung Geld. Vier Millionen Euro sind veranschlagt. „In den nächsten drei Jahren müssen wir jeweils 250.000 Euro aufstellen“, heißt es aus dem Projektteam. 2018, 2019 und 2020 sind dann die Jahre, in denen die Pfarrbevölkerung auch aufgerufen ist Robotleistungen zu erbringen: “Auch Bauholzspenden sind herzlich willkommen„, heißt es, denn auch der Dachstuhl gehört ausgebessert. 

    Erst als „Schlussakkord“ sollen schließlich der Altar renoviert und der Altarraum gestaltet werden. Denn das Innere der Kirche ist ebenso in die Jahre gekommen. Letztere Arbeiten werden aber bei der baulichen Instandsetzung des Innenraumes bereits mitgedacht. Ist alles baulich fertig, macht man sich Gedanken über die Sakristei, die Anbaukapellen, das Beichtzimmer, den Taufplatz und die Restaurierung der Bilder und Stühle - darunter befindet sich übrigens noch gestampfter Lehmboden.  


    Von Thomas Fellhofer , 18.05.2017, 10:27 Uhr

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