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    In Rohrbach sind Schillers Räuber alle weiblich

    In Rohrbach sind Schillers Räuber alle weiblich

    ROHRBACH-BERG. Josef Wöhrer fasste "Die Räuber" neu.

    "Ich bin noch nicht glücklich gewesen." Dieser Satz motiviert acht junge Frauen, sich in einer Fabrikhalle zusammenzufinden, um die Gesellschaft zu verändern. Sie sind sich aber über die Art und Weise nicht einig. Manche schrecken auch vor Gewalt nicht zurück. Gespielt wird dieses Drama, das an Schillers "Die Räuber" angelehnt ist, im Theaterkeller des BG/BRG Rohrbach. Die Premiere findet am 26. Mai um 20 Uhr statt.

    Dieses "Männerstück", in dem nur Männerwille, Männerschwüre, Bruderzwist und Schwerter zählen, hier (fast) nur mit Frauen besetzt – geht das? "Ja", antwortet Marlene Skala. Ihr Theaterstück "Schiller. Räuber für uns" diente als bestimmende Vorlage. Die Bande besteht aus einer Computer-Hackerin, einer Feministin, einer, der es ums Geld geht, einer potentiellen Terroristin, einer verkrachten Schauspielerin, einer verwahrlosten Minderjährigen und ihrer Sozialarbeiterin. Schließlich ist da noch Charlotte Mohr, die Wortführerin. Die Gruppe wohnt in einer alten Fabrikhalle. Charlotte, die ihr Ausbrechen reut, wird an der Rückkehr ins bürgerliche Leben durch ihre eifersüchtige Schwester gehindert. Diese schickt ihr einen gefälschten, vermeintlich vom Vater stammenden Brief. Darin steht, dass sie zu Hause nicht mehr erwünscht sei.

    Alle wollen eine bessere Welt. Die Wege dorthin sind aber verschieden.

    OÖN, 17.05.2018, 00:04 Uhr

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