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    Grand Prix mit neuer Ruinen-Passage

    Grand Prix mit neuer Ruinen-Passage

    WINDHAAG BEI PERG. Der Windhaager Schlossgraben lockt diesen Samstag die Mutigsten der Mutigen.

    Respekt, Ehrfurcht und Demut schwingen mit, wenn heimische Mountainbiker über die Schlossgraben-Strecke in Windhaag sprechen. "Das ist eines der schwierigsten und spektakulärsten Cross Country Rennen, die wir in Österreich haben", sagt etwa der Tiroler Gregor Raggl, der den Klassiker im Mühlviertel im vergangenen Jahr im Zielsprint gegen den Esten Martin Loo gewinnen konnte. Vor allem die enge Felsendurchfahrt "Höllenloch" und der Ruinen-Downhill zeigen Jahr für Jahr ihre Zähne und haben schon so manchen Mountainbiker abgeworfen.

    Im Vorjahr kam es vor allem beim Ruinen-Downhill zu zahlreichen, teilweise wilden Stürzen. "Die Spurrillen, die die Fahrer dort über die Jahre in die Erde gegraben haben, wurden immer tiefer. Das wurde teilweise schon unfahrbar", sagt Toni Neulinger vom veranstaltenden Radclub Windhaag. Und so entschlossen sich die Windhaager zu einem Schritt, der eigentlich so gar nicht ihrem Naturell entspricht: Sie zogen dem Schlossgraben-Parcours ein paar Giftzähne und entschärften den Ruinen-Steilhang. "Wir haben die Abfahrt um etwa zehn Meter in Fahrtrichtung nach links verlegt. Damit fällt die gefährliche 90-Grad-Abzweigung bei der Steilhangausfahrt weg", sagt Ex-Radrennfahrer und OK-Mitglied Harald Wegerer.

    Die Fahrer kommen jetzt über eine neue Zufahrt zum Steilhang und können unten dann geradeaus in Richtung Anstieg zum Ortszentrum durchziehen. "Das wird eine echte Vollgas-Passage. Die Fahrer werden versuchen, möglichst viel Schwung in die Auffahrt mitzunehmen. Das wird auch für die Zuseher sehr interessant", freut sich Wegerer über die gelungene Neuerung.

    Unverändert bleiben hingegen die übrigen Schlüsselstellen wie das Höllenloch oder die im Vorjahr erstmals gefahrene Unterführung bei der Einfahrt zum Schlossgraben. Tour-de-France-Teufel Didi Senft hat ebenso sein Kommen fixiert wie Vorjahressieger Gregor Raggl und Publikumsliebling Elisabeth "Lisi" Osl. Mehrere europäische Spitzenfahrer haben bereits gemeldet – ebenso ein Biker aus den USA.

    Gestartet wird der Raiffeisen Österreich Grand Prix am Samstag, 16. Juni, um 18 Uhr. Damen, Junioren und Masters fahren bereits um 16 Uhr und am Sonntag (10.15 Uhr) gehen die Nachwuchsklassen auf Medaillenjagd.

    Bernhard Leitner, 11.06.2018, 00:04 Uhr

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