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    Enorme Schäden bei Perger Freizeitplätzen

    PERG. Mehrere tausend Euro Schaden durch mutwillige Zerstörung beklagt der Stadtentwicklungs- und Verschönerungsverein Perg.

    „So macht jede ehrenamtliche Arbeit einfach keine Freude mehr“, ist Horst Leimer hörbar verärgert. Der Grund: Zum wiederholten Mal wurden Aussichtspunkte und Freizeitanlagen im Stadtgebiet, die vom Stadtentwicklungs- und Verschönerungsverein gestaltet wurden, Opfer mutwilliger Zerstörung.

    13 Punkte umfasst die Liste jener Beschädigungen, die Leimer in den vergangenen Wochen aufgenommen und zur Anzeige gebracht hat. Besonders anfällige Punkte im Stadtgebiet sind jedes Mal wieder das Waldbad an der Naarn sowie der Spazierweg vom Stephaniehain über die Stadlergründe bis zur Aussichtsplattform am Kalvarienberg. Besonders schlimm erwischt hat es heuer die Aussichtsplattform. Mehrmals wurde die steinerne Brüstung beschmiert, Wegweiser wurden ausgerissen und in die angrenzende Friedhofswiese geworfen, Abfallkübel beschädigt und die Folie des großen Panorama-Schildes herunter gerissen. „Wir mussten das Panoramabild neu anfertigen und es mit einer acht Millimeter starken Polykarbonat-Abdeckung schützen“, sagt Leimer. Allein diese Neuanfertigung schlägt mit Kosten von 1800 Euro in die Vereinskasse durch. Geld, das natürlich bei anderen Vorhaben zur ansprechenden Gestaltung des Stadtbildes fehlt.

    Aber auch im Waldbad häuften sich in den wenigen Wochen seit Frühlingsbeginn die Akte blinder Zerstörungswut. Hier wurden ebenfalls Hinweistafeln ausgerissen. Erhebliche Schäden traten zudem beim beliebten Wasserspielplatz zutage. Hier wurde beispielsweise ein Münzapparat aufgebrochen und das Pump-Fahrrad beschädigt. Eine Spur der Verwüstung zogen Unbekannte vor zwei Wochen auch beim Waldbad-Zugang durch die Badgasse, wo unter anderem ein Maschendrahtzaun auseinander gerissen wurde. „Diese höchst entbehrlichen Späße bedeuten für unseren Verein nicht nur hohe Kosten sondern sind auch mit erheblichem Arbeitsaufwand verbunden“, appelliert man im Verschönerungsverein an die Vernunft an die mutmaßlich jungen Täter. „Und wenn schon die Täter selbst nicht zur Räson kommen, können vielleicht ihre Begleiter ihnen diesen Blödsinn ausreden.“

     

     

    Von Bernhard Leitner, 17.05.2017, 05:34 Uhr

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