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    Waffenlager aus dem Weltkrieg entdeckt

    Waffenlager aus dem Weltkrieg entdeckt

    TRAUN. Bei Bauarbeiten auf dem Sportplatz-Gelände der DSG Union Traun sind zwei Vereinsmitglieder am Samstag auf ein Waffendepot aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen.

    Die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiter alarmierten die Polizei. Spezialisten des Entminungsdienstes des Bundesheeres legten insgesamt 28 Panzerfaustköpfe, zwölf Stielhandgranaten und Sprengladungen frei.

    "Wir haben gerade das Fundament für einen Abstellplatz gegraben. Im letzten Stück hat auf einmal so ein rostiges Metallteil herausgeschaut", sagt Josef Huemer, der ehrenamtliche Platzwart der DSG Union Traun, der bei den Grabungen von einem der Fußballspieler unterstützt wurde. Auch an einer zweiten Stelle ragte ein verdächtiger verrosteter Metallgegenstand aus dem Erdreich. "Wir haben gleich vermutet, dass es sich um ein Kriegsrelikt handelt", sagt der Platzwart. Daraufhin verständigten die beiden Männer gegen 12.30 Uhr umgehend die Trauner Polizei. Ein auf Sprengstoffkunde spezialisierter Beamter identifizierte die aus der Erde ragenden Teile als Panzerfaustköpfe und vermutete, dass noch mehr davon im Erdreich schlummerten.

    Zwei Stunden dauerte das Warten, bis ein Spezialist des Entminungsdienstes des Bundesheeres in Traun angekommen war. Dieser legte dann das gesamte Waffendepot frei und transportierte das Kriegsmaterial ab, um es fachgerecht zu vernichten. Laut Polizei waren die Relikte ohne Zünder, daher bestand nur wenig Gefahr. Es dürfte sich um Bestände der Wehrmacht gehandelt haben. (staro)

    18.04.2017, 00:04 Uhr

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