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    Urlaubsstimmung pur: Einfach kurz am Sandstrand die Seele baumeln lassen

    Urlaubsstimmung pur: Einfach kurz am Sandstrand die Seele baumeln lassen

    LINZ. Melanie Reingruber kellnert in der Sandburg und verrät, was man nicht verpassen sollte.

    Barfuß durch den Sand laufen, den Blick über das Wasser schweifen lassen und einfach mal abschalten. Warum man für so ein Urlaubsfeeling nicht unbedingt ans Meer fahren muss, weiß Melanie Reingruber, Kellnerin in der Sandburg in Linz. "Bei uns herrscht eine sehr lockere Atmosphäre, und es ist immer etwas los. Am Sonntag spielt Live-Musik, am Dienstag ist Salsa tanzen angesagt", erzählt die Volksschullehramts-Studentin, die diesen Sommer das erste Mal in der Sandburg arbeitet.

    Oft hätte sie auch Lust, mit den Gästen durch den Sand zu tanzen: "Es fühlt sich gar nicht so an, als würde man in die Arbeit gehen, das Ambiente ist einfach ganz besonders." Seit 2015 kann man als Besucher in den Liegestühlen und Hängematten der Sandburg an der Unteren Donaulände in Linz seine Cocktails genießen. Dass das überhaupt möglich ist, ist auch der Facebook-Gruppe "Linz braucht einen Strand" zu verdanken, die auch von der jetzigen Kellnerin gelikt wurde. "Ich fand die Idee cool, und die Hartnäckigkeit aller Beteiligten hat sich wirklich gelohnt."

    Betrieben wird das Lokal von Markus Lott, Tibor Szabo, Wolfram Niedermayer und Karl Weixelbaumer von der Good Karma Gastro GmbH. Geöffnet hat die Sandburg von Mai bis Mitte September, bei anhaltendem Schlechtwetter bleibt sie mit den Worten "Die Sonne macht Pause. Wir deshalb leider auch" geschlossen.

    Abwechslung garantiert

    "Man lernt bei der Arbeit viele verschiedene Leute kennen, angefangen von Geschäftsleuten bis hin zu Studenten", erzählt die Ottensheimerin. Es sei keine Seltenheit, dass neben Anzugträgern, die am Laptop arbeiten, Familien mit Kindern sitzen. Und für die kleinen Besucher ist der Name in der Sandburg Programm: Sie erwartet Sandspielzeug zum Burgenbauen. Wer zu Gast ist, braucht sich nicht zu wundern, wenn er per Du angesprochen wird. "Das ist ein Teil der Philosophie der Sandburg. Es soll zu einer ungezwungenen Urlaubsatmosphäre beitragen", erzählt die Kellnerin.

    Durch die Arbeit in der Bar könne sie auch viel für ihren späteren Beruf mitnehmen: "In der Gastronomie hat man eine extreme Bindung zu den Gästen, man lernt auch viel über Teamfähigkeit." Und deshalb kennt sie manche Besucher schon ganz genau: "Es gibt Stammgäste, die immer an den Tischen 91/92 sitzen. Da weiß ich schon, was sie bestellen", sagt Reingruber, die vor allem für das Bonieren und Kassieren zuständig ist.

    Ungezwungene Stimmung

    In Zukunft könnte auch Philipp Kaar zu den Gästen gehören, die öfter in der Sandburg vorbeischauen: "Ich war vor kurzem das erste Mal hier, es ist einfach super, dass es mitten in der Stadt einen Strand gibt. Die Sandburg hat definitiv Stammlokalqualität." Aber nicht nur die Gäste, sondern auch das Team mache die Arbeit in der Bar ganz besonders. "Wir verstehen uns richtig gut, beim Aufbau und beim Zusammenräumen packen alle mit an", sagt Reingruber, die bei Schönwetter sieben Tage in der Woche im Einsatz ist. Die Bar hat, sofern das Wetter mitspielt, bis Mitternacht geöffnet. Dementsprechend wenig Schlaf bekommt die 25-Jährige derzeit.

    Als Ausgleich zu der doch manchmal stressigen Arbeit betreibt sie gerne Sport und spielt in einem Fußballverein. Hungrig auf richtigen Urlaub am Meer ist die Studentin trotz ihrer Arbeitskulisse: "Richtig Zeit zum Genießen hat man ja trotzdem nicht."

    Erfrischendes Angebot

    In der Sandburg werden nicht nur Getränke serviert, im Food-Truck werden auch diverse Speisen angeboten. Reingruber weiß, was man sich nicht entgehen lassen sollte: "Unbedingt probieren sollte man den Pimms Cup, bei dem ein Likör mit Ginger Ale aufgespritzt und mit Zitrusfrüchten, Minze und Eis verfeinert wird. Der schmeckt sehr erfrischend."

    Eine antialkoholische Alternative sind die selbstgemachten Blütenlimonaden mit Honig. Diesem Tipp kann Doris Thurnhofer-Jahoda, die mit ihrer Freundin Astrid Neubauer unterwegs ist, nur zustimmen: "Die selbstgemachten Limonaden schmecken sehr gut." Auch die Kinder der beiden sind mit von der Partie und begeistert: "Hier schaut es aus wie im Urlaub!"

    "Also, wer kosten mag, soll einfach mal vorbeischauen und sich einen Liegestuhl zum Entspannen schnappen. Wir freuen uns", sagt Reingruber mit einem Lachen.

    Julia Popovsky, 08.08.2017, 00:04 Uhr

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