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    Stadt Linz sperrt ihr Online-Archiv

    Renoviertes linz.at mit mehr Serviceangebot soll im April 2018 starten Archivierte Unterlagen müssen dann extra angefordert werden.

    Modernisieren lassen will der Linzer Bürgermeister Klaus Luger den linz.at-Internet-Auftritt "seiner" Stadt. Das Projekt wurde kürzlich gestartet und soll nach offizieller Auskunft "mehr Service für den Bürger" bringen. Manche Rathaus-Insider beurteilen das Vorhaben jedoch kritisch. Denn dann wären Politiker-Aussagen wesentlich schwieriger zu überprüfen als bisher, so der Einwand.

    Mit dem sogenannten Relaunch der Rathaus-Website soll das bisherige digitale Archiv nicht mehr direkt erreichbar sein. "Wer Informationen aus dem digitalen Archiv will, kann dann die Informationen bei uns anfordern", sagt Jürgen Tröbinger, Chef des Linzer Magistrat-Geschäftsbereichs "Kommunikation und Marketing". Künftig, so der Plan, werden Presseaussendungen und Unterlagen zu Pressekonferenzen nicht mehr online abrufbar sein. "Da haben sich in den vergangenen Jahren 25.000 Seiten angesammelt. Das wollen wir abschlanken, nicht mehr die Unterlagen der vergangenen zehn, 15 Jahre anbieten", sagt Kommunikationschef Tröbinger. Auf einem internen Laufwerk werde das Material aber weiterhin gespeichert.

    Das "Abschlanken" helfe, dass städtische Meldungen und Berichte besser via Smartphone und Tablet abrufbar seien, sagt Tröbinger weiters. Das linz.at-Angebot solle so für den Bürger schneller nutzbar sein. "Wir haben uns angeschaut, welche Zielgruppen wir haben. Für die wollen wir besseres Service anbieten, an welche Stellen man sich mit welchen Anliegen wenden kann, zum Beispiel, wo und wann man sich impfen lassen kann", erläutert der städtische Kommunikationsdirektor.

    Interne und externe Fachleute

    Bevor es so weit ist, werden noch zehn Monate vergehen. Denn starten soll linz.at im neuen Erscheinungsbild im April 2018. Bis dahin bereiten Mitarbeiter der Stadtkommunikation sowie der städtischen Gesellschaft für Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) den Relaunch vor.

    Hilfe wird es auch von außen geben. "Wir werden auch einen externen Experten beiziehen", kündigt Kommunikationschef Jürgen Tröbinger an.

    Erhard Gstöttner, 17.05.2017, 00:04 Uhr

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