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    Aphrodite soll eher ins Museum

    LINZ. Grüne sind dafür – Auch Bürgermeister tendiert in die Richtung.

    Kehrt sie ins öffentliche Stadtbild zurück oder wird sie ein Fall fürs Museum? Die Frage, was mit der umstrittenen Aphrodite-Statue in Zukunft geschehen wird, wird kommende Woche im Kulturausschuss politisch diskutiert.

    "Das ist ein Zwischenbericht, der zur Versachlichung der Diskussion beitragen soll", hieß es gestern aus dem Büro der zuständigen Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer (VP). Damit wurde auf den OÖN-Bericht reagiert, wonach eine Expertengruppe drei Vorschläge für die Zukunft der Aphrodite ausgearbeitet hat. Der Tenor: entweder zurück in den Bauernberg-Park oder ab ins Museum (im Nordico ist die Statue derzeit auch im Depot gelagert).

    "Die beste Variante ist, die Skulptur im Stadtmuseum auszustellen. Dadurch ist am ehesten gewährleistet, dass das einstige Geschenk von Adolf Hitler an die Stadt Linz zu keiner Pilgerstätte für Rechtsextreme wird", sagte gestern die Kultursprecherin der Grünen Linz, Rossitza Ekova-Stoyanova. Wie berichtet, hatte 2008 der damalige Bürgermeister Franz Dobusch beschlossen, die Aphrodite vom Bauernberg zu entfernen. Der Grund: ihre belastete Geschichte.

    Für Bürgermeister Klaus Luger (SP) ist grundsätzlich auch eher die Museumslösung vorstellbar, denn "sonst hätte man sie ja nicht vom Bauernberg entfernen" müssen. Ein entscheidendes Wort fällt dem Denkmalschutz zu, unter dem die Statue samt Park steht. 

    (rgr), 21.04.2017, 00:04 Uhr

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