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    Wohnanlage Wimhölzel: Abriss und Neubau sind günstiger als Sanierung

    Abriss von Wohnanlage im Franckviertel: Mieter erhalten Ausgleichszahlungen

    LINZ. Seit vor gut einem Jahr bekannt geworden ist, dass im Linzer Franckviertel eine Wohnsiedlung mit 400 Wohnungen abgerissen und neu gebaut werden soll, waren einige Mieter verunsichert. Nun wurde ein Sozialplan erstellt.

    Die Stadt Linz und die städtische Wohnungsgesellschaft GWG haben sich jetzt auf einen Sozialplan geeinigt. Insgesamt 1,2 Millionen an Ausgleichszahlungen sollen die betroffenen Mieter erhalten.

    Einige Bewohner sind schon über 80 Jahre alt und leben seit Jahrzehnten in der Wohnanlage Wimhölzel Hinterland. Für sie ist der Umzug in eine Übergangswohnung eine Belastung, sagt Harald Daume, Sprecher der Mieter. Im Linzer Gemeinderat wurde nun ein Beschluss gefasst, dass die Mieter der 400 Wohnungen vor allem finanzielle Unterstützung bekommen.

    Die teils höheren Mieten werden von der Stadt Linz und der GWG zu je 50 Prozent ausgeglichen. „Es ist deswegen sehr kompliziert gewesen, weil wir in dieser Wohnanlage auch zahlreiche Menschen haben, die finanziell nicht gerade auf der Butterseite des Lebens gelandet sind und anderen Menschen, die schon sehr betagt sind und mit dem Übersiedeln auch Probleme haben und Angst davor“, sagt Bürgermeister Luger.

    Die Ausgleichszahlungen werden nach Einkommen und sozialer Bedürftigkeit gestaffelt. Der Abriss der Wohnhäuser aus den 1930er-Jahren ist für 2020 geplant. Nach Fertigstellung können alle Mieter wieder zurück in ihre Siedlung Wimhölzel Hinterland“, versichert GWG-Direktor Nikolaus Stadler.

    nachrichten.at, 09.06.2018, 13:09 Uhr

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