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    500 Kochbücher, so spannend wie Krimis

    500 Kochbücher, so spannend wie Krimis

    LINZ. Andere mögen einen Krimi auf dem Nachtkastl liegen haben. Bei der emeritierten Uni-Professorin Irene Dyk-Ploß sind es Kochbücher.

    "Die sind mindestens so spannend", sagt die Gesellschaftspolitikerin, die mittlerweile 500 besitzt. Sie sammelt die Kochbücher mit Akribie und System.

    Denn nicht nur sehr alte, etwa das "Urfahr Linzer Kochbuch" der Pfarrersköchin Franziska Probstin aus 1823, sind ihr Eigen. Dyk-Ploß sammelt auch Kochbücher für kulinarische Reisen um die Welt. Angefangen hat es vor Jahren mit Griechenland. Mittlerweile steht auch eines aus Neuseeland mit Maori-Rezepten im Regal, das "eingegrabenes, gefülltes Schwein" beinhaltet.

    Sie verwöhnt Gatten Hans und Gäste ausschließlich mit authentisch schmeckenden Speisen, etwa "Fejoada completa", ein brasilianisches Gericht mit gedünstetem, gebratenem, gepökeltem Fleisch, Wurst und Zunge. Aus türkischen Kochbüchern lernte die Wissenschafterin, dass eine Prise Zimt Faschiertem den typischen Geschmack bei gefüllten Zucchini gibt.

    Nur eins wird sie in Linz nie nachkochen können, Holzknechtnocken aus ihrer Heimat Bad Goisern. Die brauchen nämlich offenes Feuer. Das ist hier, in dieser Wohnung in Linz-Auhof, nicht möglich.

    19.04.2017, 00:04 Uhr

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