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    TSV ruft schlimme Erinnerungen wach

    Taufkirchen/Pr. kassierte im Herbst eine bittere 1:10-Pleite gegen den Tabellenführer.

    Während im Titelrennen wohl nur mehr die Teams aus Utzenaich und Schalchen ein Wörtchen mitzureden haben, ist im Abstiegskampf noch alles offen. Nach den Siegen von Ranshofen und Neuhofen 1b kommen vor allem für den Relegationsplatz noch etliche Teams in Frage. So hat Münzkirchen als Siebenter nur ein mageres Guthaben von sechs Zählern. Der FCM ist bereits seit drei Runden unbesiegt und hofft, diese Serie in Eggelsberg prolongieren zu können. "Wir wollen ungeschlagen die Heimreise antreten", ist Funktionär Kinzelberger vor der Fahrt ins obere Innviertel zuversichtlich.

    Auch die Dorfer, die jeden Zähler gut brauchen können, wollen ihre weiße Frühjahrsweste verteidigen. Gegen den Titelaspiranten aus Schalchen eine alles andere als einfache Aufgabe. Im Herbst hielten die Pramtaler die Partie lange offen, schlitterten aber nach dem Ausschluss von Kapitän Nisser noch in eine 0:4-Schlappe. Eine erfolgreiche Revanche würde nicht nur die Dorfer, sondern auch Spitzenreiter Utzenaich freuen.

    Der TSV gastiert in Taufkirchen. Dort erinnert man sich nur ungern an das Hinrundenspiel, in dem die Utzenaicher ein 10:1-Schützenfest feierten. "Mit einem Punkt wären wir mehr als zufrieden", hat Funktionär Josef Glas viel Respekt vor dem Spitzenreiter.

    Für Schlusslicht St. Marienkirchen wird die Luft immer dünner. Die Partie in Munderfing ist für den TSV eine Schlüsselspiel. Wenn die Zeilinger-Elf punktet und eine Woche später im Kellerderby gegen St. Pantaleon ein Sieg gelingt, dann besteht für die Samaskirchner wieder Hoffnung. "Wir werden auf jeden Fall alles probieren", verspricht Sportchef Jabornig.

     

    Spielberichte

    Utzenaich – St. Pantaleon 3:0 (0:0)

    Es war das von Sektionsleiter Weibold befürchtete Geduldspiel, in dem der TSV erst in der Schlussphase alles klar machte. Lange fanden die Hausherren kein Mittel, den Pontigoner Abwehrriegel zu knacken. In der zweiten Hälfte legte Utzenaich ein Schäuferl nach und wurde belohnt: Nach Vorarbeit von Alfons Fischer gelang Muratovic das 1:0. Verteidiger Simon Trettenbrein, der bereits in der Hinrunde das Siegestor erzielte, sorgte mit dem zweiten Tor für die Vorentscheidung.

    Münzkirchen – Dorf/Pr. 0:0

    Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit kamen beide Teams besser in Fahrt und hätten die Partie für sich entscheiden können. Kothbauer und Mikyska verhinderten auf der Linie einen Dorfer Treffer. Die größte FCM-Chance vergab Vanek, der allein vor Tormann Luser auftauchte, diesen aber nicht bezwingen konnte. Dorf bleibt damit im Frühjahr ungeschlagen, dennoch beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz nur magere vier Punkte.

    Neuhofen 1B – Rottenbach 2:0 (1:0)

    Nach Schalchen und Ostermiething boten die Neuhofner mit Rottenbach einem weiteren Team aus der vorderen Tabellenregion Paroli. Dabei sah es zunächst nicht nach einem Sieg für die Innviertler aus. Rottenbach beherrschte die erste Halbzeit, das 0:0 zur Pause war für die Hausherren glücklich. Die Einwechslung von Dominik Sternbauer brachte mehr Stabilität in die SVN-Abwehr. Einen fragwürdigen Elfer nutzte Reifeltshammer zur Führung. Dann ging die Partie munter hin und her. Brattan verhinderte auf der Linie den Ausgleich. Im Gegenzug fixierte Reifeltshammer mit einem Doppelpack den Endstand. „Heute waren wir die Glücklicheren“, freute sich Trainer Klochan über einen wichtigen Dreier.

    St. Marienkirchen/S. – Eggelsberg/Moosdorf 1:2 (0:1)

    Wie in der Hinrunde verloren die Samaskirchner unglücklich mit 1:2 und beendeten die Partie mit einem Mann weniger. Trotz großer Personalsorgen machte das Schlusslicht keine schlechte Figur. Novak erzielte per Freistoß den verdienten Ausgleich. Weniger später schickte der Schiri, der bei den Eggelsbergern etliche Male ein Auge zudrückte, Dominik Wimmeder mit einer sehr harten Gelb-Roten Karte vom Platz. Zudem wurde ein Strafraumfoul an Novak nicht geahndet. Mit einem Tausendgulden-Schuss sorgte Ramitsch für einen schmeichelhaften Sieg der Gäste.

    Ostermiething – Taufkirchen/Pr. 3:0 (1:0)

    „Ein verdienter Sieg der Ostermiethinger, der aber zu hoch ausgefallen ist“, fasste Funktionär Glas die Partie zusammen. Kurios und aus Taufkirchner Sicht irregulär war die Führung der Ostermiethinger: Bei einem Strafstoß rutschte der Schütze aus, spielte im Fallen das Leder noch weiter und ein Mitspieler drückte den Ball über die Linie. Schiedsrichter Pumberger war sich nicht sicher und gab daher das Tor. Nach einem Missverständnis mit Tormann Mantler beförderte Schönleitner den Ball zum vorentscheidenden 2:0 in den eigenen Kasten.

    OÖN, 19.04.2017, 17:24 Uhr

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