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    Nach Anschlag: Fünf Radarboxen in Stadt Braunau wieder betriebsbereit

    Nach Anschlag: Radarboxen in Braunau wieder betriebsbereit

    BRAUNAU. "Anschlagserie" auf Radargeräte der Stadt Braunau hält an – Polizei bittet um Hinweise.

    Schon wieder: Unbekannte haben sich an den Radar-einheiten der Stadtgemeinde Braunau vergriffen. Diesmal an mehreren. In der Nacht auf gestern haben Unbekannte fünf fixe Radarkästen (Ringstraße, Höfter Straße, Salzburger Straße, Laabstraße und jenen bei der HTL) mit schwarzer Farbe beschmiert.

    "Wir wissen noch nichts", heißt es seitens der Stadtpolizei Braunau. Die Ermittlungen laufen. Fix ist, dass die Kästen gestern Nacht um zwei Uhr noch sauber, am Morgen, um sechs Uhr Früh, aber mit schwarzer Farbe verschmiert waren. Die Polizei bittet um Hinweise – auch wenn die Boxen mittlerweile wieder gereinigt sind: Auf einer Radarbox hat sich ein "Mr. Nice" ausgetobt, auf einer weiteren wurde mit der Abkürzung "ACAB" – also "all cops are bastards" unfreundlich gegenüber Polizisten geschrieben.

    Erst im März des Vorjahres wurde das Radarauto der Stadtgemeinde Braunau durch Feuer völlig vernichtet – vor wenigen Wochen wurde auf eine mittlerweile im selben Bereich in der Michaelistraße in der Nähe der HTL aufgestellte fixe Radarbox ein Anschlag verübt – die Glasscheibe vor dem Messgerät eingeschlagen.

    Im Fall des im Vorjahr zerstörten Radarautos hat es zwar einen Verdächtigen gegeben. "Das Verfahren wurde aber eingestellt, weil die Beweislage nicht ausreichend war", so Ernst Schnell, Leiter der Braunauer Stadtpolizei im März zu den OÖN. Das abgefackelte Radarauto ist durch ein neues ersetzt worden. Die Stadtgemeinde betreibt zudem mehrere fixe Radarboxen, die abwechselnd mit zwei Messgeräten bestückt werden – und die nun betroffen sind.

    Man gehe in Braunau jedenfalls mit Augenmaß vor. "Im Bereich der Schulen wird zum Beispiel während der Ferien nicht geblitzt." Die Stadtgemeinde veröffentlicht die jeweils aktuellen, "scharfen" Radarstandorte auf ihrer Homepage www.braunau.at. "Wir wollen Transparenz."

    Beim Radarauto, das Mitte März des Vorjahrs nachts in Flammen aufging und völlig vernichtet wurde, gestaltete sich die Brandursachenermittlung wegen des hohen Zerstörungsgrades sehr schwierig. Die Wahrscheinlichkeit eines technischen Defekts als Ursache gilt aber laut Experten als "äußert gering". Der Schaden betrug 110.000 Euro.

    Bereits mehrere Vorfälle

    In der weiteren Vergangenheit gab es beim Radarauto bereits Vorfälle: Reifen wurden zerstochen, Fenster mit schwarzer Farbe beschmiert. Auch indirekt gab es Aufregung: Im Dezember 2014 war das abgestellte Auto einer Braunauerin über eine Böschung gekippt worden – an einer Stelle, an der das Radarauto schon oft stand. Eine Verwechslung wird als plausibel erachtet. (mala/sedi)

    19.04.2017, 05:34 Uhr

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