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    Kriminalfall Roland Krenn: Wirt aus Haigermoos sitzt noch immer in U-Haft

    Kriminalfall Roland Krenn: Wirt aus Haigermoos sitzt noch immer in U-Haft

    HAIGERMOOS. Neue Erkenntnis: Salzburger wurde nicht vergiftet - die genaue Todesursache ist noch unklar.

    Vor fast zwei Monaten fand man die Leiche des mutmaßlich ermordeten Salzburger Millionärs, Roland Krenn (63), der schon seit vergangenen Sommer vermisst wurde. Der 28-jährige Wirt aus Haigermoos, Robert Sch., sitzt nach einer abgewiesenen Haftbeschwerde noch immer in Untersuchungshaft und gilt als dringend tatverdächtig. "Bei dem Opfer wurde ein molekulargenetisches Gutachten durchgeführt, jedoch wurde kein verwertbares DNA-Material aufgefunden", sagt Barbara Fischer, die Erste Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft Salzburg.

    Vergiftung ausgeschlossen

    Die Todesursache stellt für die Staatsanwaltschaft noch immer ein Rätsel dar. Wegen der starken Verwesung der Leiche konnten keine äußeren Anzeichen für stumpfe Gewalteinwirkung festgestellt werden. Eine Vergiftung könne aufgrund eines Gutachtens ausgeschlossen werden, zum Tatort seien nach wie vor keine nähren Informationen bekannt, so Fischer.

    Wie berichtet, gab damals der 23-Jährige Obertrumer, der bereits seit 23. April in Haft sitzt, den entscheidenden Hinweis zum Fundort der Leiche. In einem Betontrog eines aufgelassenen Schweinestalls, mit Schutt und Mist bedeckt, fand die Polizei die Leiche, die von Kopf bis Fuß mit Isolierband eingewickelt war. Über dem Isolierband befand sich eine Schicht aus Stoff, Vlies und darüber eine Zeltplane aus Plastik, die Gerüche selbst vor ausgebildeten Leichenspürhunden verbarg. Noch am selben Tag wurde der Wirt aus Haigermoos festgenommen.

    Beide dementierten, von der Tat gewusst zu haben und beschuldigten sich gegenseitig. Gegenüber den Ermittlern gab der Flachgauer Richard H. zu, dem Wirt geholfen zu haben, die Leiche in Stoff und Plane einzuwickeln und in den Stall zu bringen. Der 23-Jährige dürfte aushilfsweise für den Wirt gearbeitet haben, um Schulden aus Drogengeschäften abzuarbeiten. Robert Sch. beteuerte, nichts von der Leiche gewusst zu haben, da sein Stall ein offener Bereich und daher für jeden zugänglich sei. Im Ort ist der Dorfwirt, der in Mattighofen aufgewachsen ist, wenig bekannt. Das Gasthaus wird von seine Großmutter geführt.

    OÖN, 10.08.2017, 16:04 Uhr

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