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    Fahnder suchen im Internet nach gestohlenen Kfz

    Fahnder suchen im Internet nach gestohlenen Kfz

    PASSAU. Passauer Schleierfahnder konnten via Internet im Vorjahr 324 gestohlene Fahrzeuge identifizieren.

    Die Polizeiinspektion Fahndung Passau betreibe sehr erfolgreich die Internetfahndung auf verschiedenen Versteigerungsplattformen, wo meist Einzelteile von gestohlenen Fahrzeugen angeboten und gewinnbringend veräußert werden, so die Behörde.

    Aufgrund intensiver Recherchen konnten im Vorjahr insgesamt 324 gestohlene Fahrzeuge mit einem Wert von rund neun Millionen Euro identifiziert werden.

    Banden gehen arbeitsteilig vor

    Die Bekämpfung der organisierten Kfz-Verschiebung erfordere von den Beamten umfangreiches Spezialwissen. Die Banden gehen arbeitsteilig vor. Die Überwindung der Sicherheitseinrichtungen, der Transport ins Ausland, die Fälschung von Datenträgern am Fahrzeug bzw. von Fahrzeugpapieren bis hin zum Absatz zeuge von hoher Professionalität der Täter. Im Vorjahr wurden 26 Fahrzeuge mit einem Gesamtwert von rund 300.000 Euro sichergestellt.

    76 Waffen sichergestellt

    49 Verstöße gegen das Waffengesetz wurden im Vorjahr festgestellt, 76 Waffen sichergestellt. Bei den täglichen allgemeinen Fahndungskontrollen gab es 1401 Fahndungstreffer. Insgesamt 233 Fahrzeugführer wurden wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis beanstandet.

    Die Polizeiinspektion Fahndung Passau hat im Vorjahr erneut jede Menge Straftäter erwischt. Die mit mobilen Fahndungsteams sind im Grenzgebiet bis zu einer Tiefe von 30 km entlang eines 110 Kilometer langen Grenzgebiets zu Österreich als sogenannte Schleierfahnder unterwegs.

    Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität mit den Schwerpunkten Drogen, Urkundenfälschungen, Kfz-Verschiebung, Eigentumskriminalität, unerlaubte Einreise und Schlepper.

    Hat die Flüchtlingswelle die Schleierfahnder im Jahr 2016 noch massiv beeinträchtigt, nahm die Zahl der illegal Eingereisten mit 107 Ertappten im Vorjahr signifikant ab. 315 Betäubungsmitteldelikte mit 286 Tatverdächtigen wurden registriert. 27,9 Kilogramm an Drogen und 2884 verbotene Pillen kamen zusammen.

    Eine deutliche Zunahme gab es bei Kokain und Amphetamin, so die Fahnder in ihrem "Jahresbericht". Bei einem 63-jährigen Italiener fanden sich im Auto 8,4 Kilogramm Kokain, der Mann sitzt in Haft.

    11.06.2018, 00:04 Uhr

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