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    Suchaktion: Urlauber im Gasthaus

    TRAUNKIRCHEN. Große schwarze Wolken, tosender Wind und ein lautes Donnergrollen. Groß war die Sorge von Iris Loidl, als drei Boote ihres Verleihs in Traunkirchen Donnerstagnachmittag nicht ans rettende Ufer zurückgekehrt waren. Noch größer wurde sie, als sie bei einer Suchaktion mit dem Wassertaxi zwei der Urlaubergruppen an Land bringen konnte und eine weiterhin abgängig war.

    Das Elektroboot, gemietet von drei Hamburgern, war weit und breit nicht zu finden. Auch nicht, als die Wasserrettung Traunkirchen zur Suche ausrückte. "Mittlerweile hatte es zu regnen begonnen, und draußen auf dem Wasser wurde es wirklich gefährlich", sagt Loidl. Die erste Gewitterfront hatte sich schnell verzogen, die zweite stand kurz bevor. Schließlich wurden Feuerwehr, Polizei und ein Hubschrauber zur Unterstützung angefordert.

    "Wir sind Gewitter ja gewohnt"

    "Es hätte ja sein können, dass das Boot leckgeschlagen und untergegangen ist", sagt die Junior-Chefin der Bootsvermietung. Gegen 16 Uhr dann die Entwarnung: Das Boot der Touristen wurde bei der Anlegestelle des Grünbergwirts am Ostufer des Sees gefunden. Die drei nichtsahnenden Hamburger waren wohlauf und gerade von der gemütlichen Einkehr zurückgekommen. Die Aufregung um ihren Verbleib konnten sie nicht verstehen. "Sie haben gesagt, dass sie Gewitter ja von der Nordsee gewohnt seien und mit dem Wetter ohnehin umgehen könnten", erinnert sich Loidl an die Erklärung der Urlauber. Und außerdem seien sie ja im Trockenen gewesen.

    Dass in jedem Boot eine Notfallnummer hinterlegt ist, hätten die Touristen nicht gewusst. "Ich bin jetzt schon lange bei der Bootsvermietung, aber so ein Fall ist mir tatsächlich komplett neu." (geg)

    12.08.2017, 00:04 Uhr

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