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    Eingangskontrollen am Landesgericht Linz

    Sicherheitskontrollen fruchten: Weniger Waffen bei Gericht abgenommen

    LINZ. Bei den Eingangskontrollen des Landesgerichts Linz sind 2017 weniger Waffen abgenommen worden als im Jahr davor. 

    Wer das Gerichtsgebäude in der Linzer Fadingerstraße aufsucht, muss die Sicherheitsschleuse passieren, bei der auch Metalldetektoren zum Einsatz kommen. Aus gutem Grund, denn regelmäßig haben Besucher gefährliche Gegenstände eingesteckt. 

    So wurden im Vorjahr monatlich knapp 140 Messer abgenommen, sagt Richterin Amalia Berger-Lehner, die auch für die Sicherheit des Landesgerichts zuständig ist. Im Jahr davor waren es im Schnitt noch 190 Messer gewesen. Auch die Zahl der einkassierten Schusswaffen ist zurückgegangen: insgesamt seien im Vorjahr zwei Faustfeuerwaffen bei Kontrollen entdeckt worden. 2016 waren es noch sieben gewesen. „Der Rückgang zeigt, dass die Kontrollen wirken. Es ist ins Bewusstsein der Bevölkerung durchgedrungen, dass man gefährliche Gegenstände nicht ins Gerichtsgebäude mitnehmen darf“, so Berger-Lehner. Die Träger der Faustfeuerwaffen hatten eine Berechtigung, die Pistolen mit sich zu führen. Die Waffen wurden abgenommen und beim Verlassen an die Besitzer wieder zurückgegeben.

    Auch die Zahl der Pfeffersprays ist gesunken: von monatlich 40 auf 29 Stück. Ebenso habe sich die Zahl der Drogenfunde reduziert: 49 auf 30. Oftmals seien Pfeffersprays als Parfumfläschchen getarnt. 

    Ebenso werden den Besuchern Werkzeuge (etwa Schraubenzieher), Nagelscheren, Feilen sogar Spritzen abgenommen. Die Zahl dieser Gegenstände reduzierte sich von 300 auf durchschnittlich 290 pro Monat.

    Durchschnittlich betreten 14.300 Menschen pro Monat das Gerichtsgebäude. Die Sicherheit für alle im Haus befindlichen Personen habe oberste Priorität, sagte die für die Sicherheit beauftragte Richterin.

    nachrichten.at/staro, 13.03.2018, 12:34 Uhr

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