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    Der Tatort

    Mord an Mutter: Sohn wird nach Oberösterreich ausgeliefert

    POLLING. Der 28-Jährige, der im Februar seine Mutter erwürgt haben soll, wird von Bayern nach Oberösterreich ausgeliefert. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Ried.

    Nachdem der deutsche Staatsbürger die 64-jährige Eleonore Sch. in Polling (Bezirk Braunau) am 19. Februar während eines Streites erwürgt haben soll, flüchtete er über die Grenze nach Deutschland. Dort wurde er von der Polizei verhaftet. Seither sitzt der Student in Deutschland in Haft. Weil er an einer psychischen Krankheit leiden soll, ist er in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Die österreichische Justiz beantragte seine Auslieferung. 

    Diese wurde nun genehmigt. Das bestätigt Alois Ebner, Sprecher der Staatsanwaltschaft in Ried: „Wann die Übergabe an die österreichischen Behörden erfolgt, steht aber noch nicht fest.“ Dies dürfte in den kommenden Tagen oder Wochen passieren. Dann gehe des Ermittlungsverfahren weiter: „Der Mann wird bei uns noch einmal einvernommen“, sagt Ebner. Auch ein Gutachten über die Schuldfähigkeit des Mannes werde in Auftrag gegeben. „Danach wird über die weitere Vorgehensweise entschieden.“

    Nach dem mutmaßlichen Mord an seiner verwitweten österreichischen Mutter, die mit einem Deutschen verheiratet gewesen war, hatte der tatverdächtige Sohn bei der Kripo in Passau ein Geständnis abgelegt. Der Student aus Nürnberg reiste ins Innviertel, um seine Mutter zu besuchen. Es kam zu einem Streit, in dem ihr der 28-Jährige eine Glasflasche gegen den Kopf geschlagen und sie zu Tode gewürgt haben soll. Panikattacken und Wahnvorstellungen dürften das Motiv für die Tat gewesen sein. 

    14.03.2018, 08:33 Uhr

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