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    Heftige Unwetter zogen eine Spur der Verwüstung

    Heftige Unwetter zogen eine Spur der Verwüstung

    WIEN. Schwere Gewitterschäden von Tirol bis in das Burgenland – Oberösterreich kam vergleichsweise glimpflich davon.

    Überflutete Straßen, entwurzelte Bäume, abgetragene Hausdächer und Stromausfälle: Ein Sturm, der in der Nacht auf Freitag über Österreich hinwegzog, hat teils schwere Schäden angerichtet.

    Oberösterreich hat das Gewitter ohne grobe Zerstörungen überstanden. Zahlreiche Einsätze wegen Überflutungen hielten die Feuerwehren im ganzen Land dennoch auf Trab. In Spital am Pyhrn regnete es 32 Liter pro Quadratmeter. Zum Starkregen kam gestern ein regelrechtes Blitzfeuerwerk: 6320 Mal blitzte es über Oberösterreich, Einschläge verzeichnete das Blitzortungssystem ALDIS beinahe 1500: In Ottensheim musste die Feuerwehr ausrücken, weil ein Blitz in ein Haus eingeschlagen war. In Hörsching ist gestern früh ein Kraftfahrer auf einem Firmengelände vom Blitz getroffen und verletzt worden. Er war gerade am Anhänger seines Sattelzugs beschäftigt, als er zu Boden geschleudert wurde. Er wurde in ein Linzer Krankenhaus gebracht, kam aber ohne große Verletzungen davon.

    In anderen Teilen Österreichs wüteten die Unwetter weit schlimmer. In Kärnten musste ein Campingplatz evakuiert werden. In Dellach im Drautal (Bezirk Spittal) fiel mehr als doppelt so viel Regen als sonst im gesamten Monat. Schlimm traf es wieder die Oststeiermark. Im Bezirk Liezen fanden Bäume auf einer Waldfläche von zehn Hektar im aufgeweichten Boden keinen Halt mehr und stürzten um. Nahe Birkfeld im Bezirk Weiz ist ein Wirtschaftsgebäude nach einem Blitzeinschlag niedergebrannt. Rund 2000 Haushalte waren in der Steiermark ohne Strom.

    Mit bis zu 130 km/h fegten Sturmböen durch Neusiedl am See, am Flughafen Wien-Schwechat erreichte der Wind Geschwindigkeiten von fast 120 km/h. Das Dach einer Schule im Bezirk Eisenstadt wurde abgedeckt. (vega)

    12.08.2017, 00:04 Uhr

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