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    Polizei im Einsatz

    Handy gestohlen: Anruf des Bruders überführte den Dieb

    TERNBERG. Pech hatte ein 27-jähriger Rumäne. Die Polizei hatte ihm vorgeworfen, am Montag ein Handy gestohlen zu haben. Doch er leugnete - bis das Handy während der Vernehmung läutete: Dran war sein Bruder.

    Wie die Polizei später rekonstruierte, hatte alles am Montag während einer Zugfahrt von Garsten nach Ternberg begonnen. Der 27-jährige Rumäne soll sich während der Fahrt gemeinsam mit zwei Begleitern zu einer 28-jährigen Frau gesetzt und aus ihrem Rucksack 100 Euro sowie ihr Handy gestohlen haben. Die junge Frau stieg am Bahnhof Dürnbach aus. Erst als sie zuhause war, fiel ihr der Diebstahl aus. Ihre Mutter erstattete telefonisch bei der Polizei Anzeige. Die Polizisten fragten bei der ÖBB nach und erfuhren, dass die drei bereits wieder im Zug Richtung Steyr saßen. Gegen 16.45 Uhr nahmen die Polizisten die drei Männer im Zug fest. Der Dieb hatte das Handy offenbar noch schnell unter seinem Sitz versteckt, als er die Polizisten draußen erblickt hatte. Der Zugbegleiter fand es schließlich.

    Am Dienstag wurde der 27-Jährige vernommen. Er leugnete die Tat. Doch am Ende der Vernehmung läutete plötzlich das Handy. Am anderen Ende der Leitung war der Bruder des Rumänen. Nun musste der 27-Jährige gestehen. Er hatte zuvor seine eigene SIM-Karte in das Handy gesteckt. Das Geld konnte nicht mehr gefunden werden. Wohl aber ein weiteres Handy, das am 31. Oktober 2017 einem Polen im Wiener Hauptbahnhof gestohlen worden war. Auch in diesem Fall bestritt der Rumäne einen Diebstahl. Er gab an, das Mobiltelefon auf einem Flohmarkt gekauft zu haben. Der Mann wurde bei der Staatsanwaltschaft Steyr angezeigt.

    14.03.2018, 07:44 Uhr

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