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    Er jagt nach Sternen und der Finsternis

    Er jagt nach Sternen und der Finsternis

    LINZ. Romantiker schwärmen von ihnen als Glücksbringer, Günther Martello von der Linzer Astronomischen Gemeinschaft bezeichnet Sternschnuppen salopp als Störenfriede. "Wir Astronomen haben eigentlich keine Freude damit. Sie machen Aufnahmen von Sternbildern zunichte. Genauso wie Flugzeuge und Satelliten", sagt der Obmann-Stellvertreter der Sternwarte Linz mit einem Lachen. Trotzdem wird der Hobby-Astronom aus Leonding heute Sternschnuppen beobachten - auf einer Fähre in Ottensheim. Der 58-Jährige bereist für Spezial-Observationen die ganze Welt: Martello ist seit den 80er Jahren in sämtlichen Ländern gewesen, wo eine totale Sonnenfinsternis stattfand.

    "Die erste hab’ ich 1983 auf der Insel Java in Indonesien auf einem Boot, draußen auf dem Meer erlebt", erzählt der Vater eines Sohnes. 1984 flog Martello nach Neukaledonien, eine Inselgruppe im Südpazifik, um zu erleben, wie der Mond die Sonne verdeckt. "Die nächste Reise wird micht am 2. Juli 2019 nach Südamerika führen", erzählt der Hobby-Astronom, der sich als Kind nichts sehnlicher wünschte, als Astronaut zu werden. Wie so viele Kinder damals war Martello von der Landung auf dem Mond sehr angetan. Später revidierte er seinen Berufswunsch: Der gebürtige Linzer, der seine Frau auf der Sternwarte kennenlernte, bewarb sich für die Ausbildung als Pilot - heute ist er selbstständiger IT-Unternehmer. Die Liebe zur Astronomie aber blieb: "Pro Woche verbringe ich mehr als sechs Stunden mit der Beobachtung der Sterne."

    12.08.2017, 00:04 Uhr

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