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    Blog: Einkehr bei der kleinen Schwester Venedigs

    VENEDIG. Halbzeit bei der historischen Radtour von Rom nach Enns! An der Adria angekommen, durfte eine Visite der gleichnamigen Stadt nicht fehlen. Bevor das Ziel des fünften Tages, Venedig, erreicht wurde, schauten die Sportler noch bei Venedigs kleiner Schwester, Chioggia, vorbei.

    5. Tag

     

    Adria

    Heute wurde wieder pünktlich gestartet – bei idealem Wetter! 19 Grad und Sonnenschein!

    Nach der Überquerung des Po di Venetia bei Corbola erreichten wir die historische Hafenstadt Adria. Als etruskische Hafenstadt war der Ort in vorchristlicher Zeit so bedeutsam, dass antike Historiografen behaupteten, das  Adriatische Meer  soll nach der Stadt benannt worden sein. Durch die zunehmenden Ablagerungen des Po verlor die Stadt Adria jedoch nach und nach den Anschluss ans Meer und liegt heute gut 25 Kilometer davon entfernt.
    Am endenden des 2. vorchristlichen Jahrhunderts ist Adria römisches Munizipium geworden, wie alle Veneter besaßen auch die Einwohner Adrias mithin das römische Bürgerrecht.

    Am Fuße der Treppe des archäologische Museums steht ein römischer Streitwagen, der bei Ausgrabungen 1938 gefunden wurde: vor dem Wagen die Skelette zwei angespannte Pferden, dahinter ein drittes Skelett vom Reitpferd des Kriegers.
    Zur Museumssammlung gehört unter anderem auch ein Meilenstein aus der Via Popillia.

    Es gäbe noch viel zu sehen hier in der Stadt Adria, aber wir mussten weiter, hatten heute noch ein schönes Stück Strecke zu bewältigen. 

    Chioggia

    Bei Chioggia erreichten wir die Lagune von Venedig. Chioggia wird oft „kleine Schwester Venedigs“ genannt, aber im Gegensatz zu Venedig gibt es hier keinen Massentourismus, was sehr angenehm war. Hier findet man aber ebenso wie in Venedig romantische Kanäle und Gassen. Die ältesten Teile der Stadt stammen noch aus der Römerzeit in der sie angelegt wurde.

    Nach einem kleinen Zwischenstopp (nach 80 km)  gings weiter mit der Fähre nach Pellestrina, einer 11 km langen Insel südlich des Lidos, nur wenige hundert Meter breit. Ein Erlebnis der besonderen Art, links und rechts das Meer und am Horizont bereits Venedig zu erkennen.

    Rückkehr der Legion

    Venedig

    Wir näherten uns über die anliegenden Inseln und beabsichtigten vom Lido aus die Fähre nach Venedig zu nehmen.

    Wir freuten uns schon auf den bevorstehenden Rundgang durch Venedig. Die Wurzeln der Stadt reichen angeblich in das 1. Jh. v. Chr. zurück. Von 1815-1866 gehörte Venedig sogar mal zu Österreich!

    Heute ist Venedig ein schwimmendes Museum, denn fast jedes Haus, jeder Palazzo, jeder Kanal und jede Brücke sind sehenswert und erzählen viel Geschichte über die Stadt. Es gibt unzählige wundervolle Gebäude wie den Dogenpalast, den Campanile, die Rialtobrücke, den Palazzo Grassi, die Seufzerbrücke und natürlich die Piazzetta San Marcho, wo wir nach unserer Besichtigungstour gerne noch auf einen gemütlichen Cappuccino eingekehrt wären, um das Ambiente und den Flair Venedigs richtig zu genießen. Wären da nicht unsere Räder gewesen. – Damit durften wir nämlich leider nicht nach Venedig.

    So mussten wir weiter - bis Jesolo. Dort hieß es dann Zimmer beziehen, duschen, Trikot`s auswaschen,…und italienisches Ambiente genießen! Arrivederci – bis morgen!

     

    Die Ennser haben die Tour in drei Etappen gegliedert. Hier können Sie die Strecke mitverfolgen und weitere Tagebucheinträge nachlesen.

    16.05.2018, 19:40 Uhr

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