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    Schwarzmüller fährt mit Umstellung erste Erfolge ein

    Schwarzmüller fährt mit Umstellung erste Erfolge ein

    FREINBERG. Nutzfahrzeughersteller fertigte 2017 um 30 Prozent mehr Kipper.

    Der Produzent von Nutzfahrzeugen, Schwarzmüller, zieht seine Werksumstellungen von Stand- auf Fließfertigung schneller als geplant durch. Bis 2020 soll die Effizienz der drei Werke in Österreich, Tschechien und Ungarn gesteigert werden. Ziel ist, jährlich 10.000 individuell auf den Kundenbedarf zugeschnittene Premiumfahrzeuge zu Standardlieferzeiten herzustellen. "Wir haben ein halbes Jahr Umbauzeit einsparen können", sagt Roland Hartwig, Vorsitzender der Schwarzmüller-Gruppe in Freinberg bei Schärding.

    In allen drei Werken wurden völlig neue Produktionslinien aufgebaut. 65 Prozent der 2290 Beschäftigten sind direkt davon betroffen, indem plötzlich ganz andere Arbeitsabläufe als in den alten Strukturen auszuführen sind. "Es ist ein großer Schritt, aber wir sehen bereits erste Erfolge", sagt Hartwig. Die Umstellung sei im tschechischen Werk, das als Kompetenzzentrum für Kippfahrzeuge ausgelegt sei, am schnellsten gelungen. Das Resultat: Um 30 Prozent mehr verkaufte Kipper bei gleichzeitiger Lieferterminsteigerung auf 90 Prozent. Hartwig: "Hätten wir das nicht gemacht, könnten wir Deutschland – den für uns wichtigsten Markt für Kipper – in dieser konjunkturellen Hochphase nicht mehr beliefern."

    In Ungarn wurde die Neustrukturierung zum Jahresende abgeschlossen. Dort werden Fernverkehrsfahrzeuge hergestellt. In Freinberg, wo Schwarzmüller seine hochwertigsten Produkte – nämlich Tank- und Spezialfahrzeuge – fertigt, ist der Prozess bis Mitte des Jahres im Gange.

    Im Geschäftsjahr 2017 setzte die Gruppe 349 Millionen Euro um. Das ist ein Plus von zwei Prozent. 8860 Fahrzeuge wurden verkauft. Die 10.000er-Grenze bis zum 150-Jahre-Jubiläum im Jahr 2020 zu erreichen, werde hiermit ein Leichtes sein, meinte Hartwig.

    Acht Millionen für Produktion

    Heuer werden insgesamt acht Millionen Euro investiert. Geplant sind unter anderem die Anschaffung einer Lackieranlage in Freinberg und der Ankauf von Software-Programmen, um die Frequenzen bzw. die Taktung der Fließfertigung zu optimieren.

    Susanna Sailer, 15.02.2018, 00:04 Uhr

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