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    Aktionärs-Streit bei Athos

    LINZ. Bei der börsennotierten Immobilienfirma Athos rumort es. Vier von zehn Mitgliedern verlassen den Aufsichtsrat des Linzer Unternehmens vorzeitig Ende Februar.

    Anwalt Winfried Sattlegger, der seit der Gründung 1989 Vorsitzender ist, VKB-Bank-Generaldirektor Christoph Wurm, Klaus Hirse von der Sparkasse Oberösterreich und Zivilingenieur Peter Wagner.

    Grund ist ein Richtungsstreit. Athos ist für seine konservative Geschäftspolitik und stabile Entwicklung bekannt. Es habe nun eine Änderung der Unternehmensausrichtung gegeben, die teilweise nicht seinen Vorstellungen entspreche, sagt Sattlegger. Anfang 2017 hat die Linzer Vermögensverwaltung WSS mit rund 58 Prozent die Athos-Mehrheit übernommen. Sie handelt im Auftrag von mehr als 100 Investoren, die offenbar eine offensivere Geschäftspolitik und mehr Wachstum wollen. Darum wird auch ein zweiter Vorstand neben dem langjährigen Manager Stephan Hirsch gesucht. Die VKB-Bank hält etwa elf Prozent an Athos, der Rest ist in Streubesitz. Es sei eine Strategie eingeschlagen worden, die mit den nachhaltigen und langfristigen Werten nicht vereinbar sei, sagt Wurm.

    Man sei sehr überrascht über die geballten Austritte, sagt WSS-Sprecher Manfred Pammer. Im Immobilienmarkt gebe es noch viel Potenzial, vor allem in der Projektentwicklung. Ein WSS-Vertreter im Aufsichtsrat ist etwa Jochen Dickinger, Mitgründer von bet-at-home. (az)

    12.01.2018, 00:04 Uhr

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