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    VW-Skandal - Staatsanwaltschaft: Straf-Milliarde schmerzhaft für VW

    BRAUNSCHWEIG/WOLFSBERG. Das Bußgeld von einer Milliarde in der Dieselaffäre bewertet die Staatsanwaltschaft als schmerzhaft für Volkswagen.

    "Tausend Millionen Euro für eine Ordnungswidrigkeit ist schon eine Ansage und ich gehe davon aus, dass das natürlich schmerzhaft ist", sagte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe am Donnerstag.

    "Wenn wir das Gefühl gehabt hätten, das führt zum allgemeinen Lacher und einer Überweisung aus der Portokasse, hätten wir einen anderen Betrag ermittelt", fügte er hinzu. Das Bußgeld wurde Mittwoch verhängt, weil die Ankläger "Aufsichtspflichtverletzungen" im Konzern belegt sehen. Der Betrag setze sich aus dem gesetzlichen Höchstbetrag von fünf Mio. Euro sowie einer Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile in Höhe von 995 Mio. Euro zusammen.

    Mit dem Ergebnis nach über zwei Jahren Ermittlung zeigte sich Ziehe zufrieden. Seines Wissens nach handle es sich um das höchste Bußgeld, das jemals gegen ein Unternehmen in der Geschichte der Bundesrepublik verhängt worden ist. Das Geld muss laut Staatsanwaltschaft innerhalb von sechs Wochen an das Land Niedersachsen gezahlt werden. VW hatte angekündigt auf Rechtsmittel zu verzichten.

     

    14.06.2018, 14:39 Uhr

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