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    Diesel-Skandal kostete VW 25 Milliarden Euro

    Diesel-Skandal kostete VW 25 Milliarden Euro

    WOLFSBURG. Der VW-Konzern kann trotzdem mit einem Gewinn von 11,4 Milliarden Euro bilanzieren.

    Der deutsche Volkswagen-Konzern konnte trotz der milliardenschweren Belastungen durch die Diesel-Affäre seinen Reingewinn auf 11,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,1) steigern. Ohne die Sonderbelastungen aus dem Dieselskandal würde das operative Ergebnis für 2017 sogar bei 17 Milliarden Euro liegen.

    Für die Folgen des Abgasskandals hat der Autobauer mit den Hauptmarken VW, Audi, Seat, Skoda und Porsche bisher schon mehr als 25 Milliarden Euro an Kosten verbucht, teilte der Konzern bei der Bilanzpräsentation gestern, Dienstag, mit. Der Umsatz der Gruppe stieg um 6,2 Prozent auf 230,7 Milliarden Euro.

    Fahrt Richtung E-Mobilität

    Die Wolfsburger wollen den Wandel in Richtung Elektromobilität vorantreiben. Bis Ende 2022 will der deutsche Autobauer weltweit an 16 Standorten batteriebetriebene Fahrzeuge produzieren. Aktuell werden an drei Standorten E-Fahrzeuge gebaut, bereits in zwei Jahren sollen dafür neun weitere Werke gerüstet sein. Dafür wollen die Wolfsburger bis Ende 2022 mehr als 34 Milliarden Euro in die Bereiche Elektromobilität, Digitalisierung, autonomes Fahren und Mobilitätsdienste stecken, sagte Konzernchef Matthias Müller in Berlin. Das alles relativiert sich ein wenig, wenn man weiß, dass 90 Milliarden Euro in diesem Zeitraum in konventionelle Fahrzeuge investiert werden.

    Müller sagte mit Blick auf die Diskussion um hohe Stickoxidwerte und Fahrverbote von Diesel-Fahrzeugen, er sei "überzeugt davon, dass der Diesel eine Renaissance erfährt". Dieselmotoren stoßen im Vergleich weniger klimaschädliches CO2 aus als Benzinmotoren.

    Pikantes Detail aus der Bilanz in Hinblick auf die US-Strafzölle: VW hat bisher mit rund einer Milliarde Euro Sonderertrag von der Steuerreform des US-Präsidenten Donald Trump profitiert. Trump hat zuletzt mehrfach gedroht, europäische Autos mit Einfuhrzöllen zu belegen.

    Der Umsatz der Porsche AG, eines Tochterunternehmens des VW-Konzerns, das auch Finanzdienstleistungen anbietet, stieg um 5,3 Prozent auf knapp 23,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent auf 4,14 Milliarden Euro zu.

    Die Gage für Konzernchef Matthias Müller kletterte im vergangenen Jahr auf 10,14 Millionen Euro (2017: 7,3). Müller erhielt damit mehr als Daimler-Chef Dieter Zetsche, der auf vergleichbarer Basis auf 8,6 Millionen Euro kam.

    Mehr zum Thema Auto auf Seite 23: Der Linzer Autofrühling lädt von Freitag, 16. März, bis Sonntag, 18. März, in das Linzer Design Center. Die Öffnungszeiten: Freitag 11-18 Uhr, Samstag, Sonntag 9-18 Uhr. Ermäßigte Eintrittspreise gibt’s mit der OÖNcard.

    14.03.2018, 00:04 Uhr

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