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    Buwog: Grasser wird erst nach Ostern befragt

    WIEN / LINZ. Der Hauptangeklagte im Buwog-Prozess, Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, kommt erst nach Ostern vor Gericht zu Wort.

    Zuvor werden die weiteren Angeklagten zum Bestechungsverdacht beim Linzer Terminal Tower befragt. Gestern, Dienstag, war der zweite angeklagte Ex-Porr-Solutions-Manager an der Reihe.

    Es ging um die Zahlung von 200.000 Euro, die laut Anklage als Bestechung für Grassers Zustimmung zum Mietvertrag floss, mit dem die Einmietung der Finanz in das Büroprojekt in Linz besiegelt wurde. Das Bürohaus wurde vom Baukonzern Porr mit der RLB OÖ und Raiffeisen Leasing errichtet.

    Weisung nicht infrage gestellt

    Der Ex-Porr-Solutions-Manager rechtfertigte sich damit, dass die Zahlung für Walter Meischberger über Peter Hocheggers Firma Astropolis auf Weisung des – 2014 verstorbenen – Ex-Porr-Chefs Horst Pöchhacker erfolgt sei. Er habe diese Weisung nicht infrage gestellt, weil er auch keinen Bestechungsverdacht gehegt habe.

    Laut Abhörprotokollen hatte er einmal zum früheren Porr-Vorstand Martin Huber gesagt, ein weiterer Porr-Manager könnte "ausscheren". Gestern versuchte er das so zu erklären, dass die Porr-Anwälte damals zur Aussageverweigerung geraten hätten, um zu verhindern, dass der Betreffende mit den Ermittlern rede.

    OÖN, 07.03.2018, 00:04 Uhr

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