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    Polizei verhinderte Selbstjustiz in Asylstelle

    BRAUNSCHWEIG. Etwa 25 Polizisten haben in der Landesaufnahmebehörde für Asylsuchende in Braunschweig einen Bewohner vor Selbstjustiz einer aufgebrachten Menschenmenge geschützt.

    Dem 26-jährigen Mann wird vorgeworfen, ein zwölf Jahre altes Mädchen in der Unterkunft sexuell belästigt zu haben, wie die Polizei am Montag mitteilte.

    Das Mädchen habe einer Sicherheitsmitarbeiterin berichtet, dass sie der junge Mann aus dem Sudan am Donnerstagabend angegriffen und zu einem Kuss aufgefordert habe. Am Freitagabend versammelten sich dann laut Polizei bis zu 100 Angehörige und Landsleute des Mädchens aus Serbien, um den Beschuldigten zur Rechenschaft zu ziehen. Die Beamten hätten die Menge nur mit Hilfe von Pfefferspray von ihrem Vorhaben abbringen können. Dabei sei ein Polizist leicht verletzt worden.

    Gegen den 26-Jährigen wurde Strafanzeige wegen des Verdachts auf sexuelle Belästigung gestellt. Er wurde in eine andere Unterkunft gebracht. Die Polizei ermittelt. Weil die Pressestelle der Polizei am Wochenende nicht besetzt sei, hätten die Beamten den Vorfall vom Freitag erst am Montag öffentlich gemacht, sagte ein Polizeisprecher.

    In der Landesaufnahmebehörde sind der Polizei zufolge derzeit rund 500 Flüchtlinge überwiegend aus Südosteuropa untergebracht. Bis zu 750 Menschen können dort aufgenommen werden.

    nachrichten.at/apa, 17.07.2017, 13:46 Uhr

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