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    Kritiker erklären serbischen Präsidenten für tot

    BELGRAD. Aleksandar Vucic reagierte gelassen: "Ich kann nicht besiegt werden"

    In serbischen sozialen Netzwerken ist am Sonntag eine falsche Todesanzeige vom serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic aufgetaucht. "Unser Vucic ist gestorben. Unser lieber Vucic, die Engel sollen dich ewig im Schwefel-See bewahren", hieß es laut Medienberichten im Text der Parte. Von Regierungsfunktionären wurde die Todesanzeige heftig kritisiert. Vucic reagierte gelassen.

    Er könne nicht besiegt werden, sei gesund genug, sagte Vucic am Rande eines USA-Besuches gegenüber serbischen Medien. Die Vize-Ministerpräsidentin Zorana Mihajlovic bezeichnete die Todesanzeige als Höhepunkt einer seit zwei Monaten laufenden Kampagne gegen den neuen Präsidenten, der Ende Mai ins Amt eingeführt worden ist. Ein derartiger Hass sei ohne Beispiel in der Geschichte des Landes, kritisierte Mihajlovic.

    Vergangene Woche war ein 29-jähriger Mann zu einer achtmonatigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er Anfang des Jahres in einem sozialen Netzwerk Drohungen gegen die minderjährige Tochter von Vucic veröffentlicht hatte.

    Vucic, der seit 2014 Regierungschef war, hatte die Präsidentenwahl im April klar gewonnen. Kritiker werfen Vucic eine zu große Machtfülle und autoritäre Tendenzen vor.

    nachrichten.at/apa, 17.07.2017, 10:53 Uhr

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