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    Neues Windows: Microsoft zieht ins Klassenzimmer ein

    Neues Windows: Microsoft zieht ins Klassenzimmer ein

    NEW YORK. Mit Windows 10S präsentierte der Konzern ein Betriebssystem für Lehrer und Lernende

    Am Dienstag präsentierte Microsoft in New York neue Soft- und Hardware. Dabei konzentrierte sich der Konzern voll und ganz auf das Thema Bildung. Das Motto der Veranstaltung: "Learn what’s next" (Lernen Sie, was als Nächstes kommt.) Im Fokus stand das Betriebssystem Windows 10S, welches bis dato unter dem Namen "Windows Cloud-Edition" bekannt war. Der Buchstabe "S" soll dabei für das Wort "Soul", also Seele, stehen.

    Mit dieser abgespeckten Version des Betriebssystems habe man sich speziell den Bildungseinrichtungen verschrieben. So sollen die Systemadministratoren die Anwendung zum Beispiel innerhalb von nur 30 Sekunden auf Schulgeräten einrichten können. Sämtliche Anwendungen werden ausschließlich im App Store von Windows zur Verfügung stehen. Das dürfte den Vorteil bringen, dass die Entwickler des Konzerns regelmäßig die Sicherheit der hauseigenen Applikationen überprüfen können. Einmal heruntergeladen, laufen die Anwendungen dann von einer Cloud aus. Der Effekt: schnelle Anmeldezeiten und eine gleichbleibende Leistung der Geräte im Klassenzimmer.

    Problemloses Upgrade

    "Ich bin stolz, Ihnen heute Windows 10S präsentieren zu dürfen. Für diese Version haben wir die Elemente von Windows 10 genommen, die Lehrer und Millionen von Menschen lieben. Daraus schufen wir dann eine Windows-Erfahrung, die ideal für unsere kreativen Bemühungen innerhalb und außerhalb von Klassenzimmern ist", sagte Terry Myerson, der leitende Vizepräsident der "Windows and Devices Group", am Dienstag.

    Um zu garantieren, dass das Betriebssystem auf unterschiedlich leistungsfähigen Laptops läuft, wird Microsoft vorerst mit Acer, Asus, Dell, Fujitsu, HP, Samsung und Toshiba zusammenarbeiten. Die ersten Modelle der Unternehmen mit Windows 10S sollen bereits im Sommer beginnend bei einem Preis von umgerechnet etwa 173 Euro erhältlich sein. Falls dem Nutzer Funktionen und Leistung des "Cloud-Windows" nicht genügen, soll es problemlos auf Windows 10 Home oder Pro aufgerüstet werden können.

    Der Windows Surface Laptop

    Die Gerüchte um ein zeitnahes Erscheinen eines "Surface Laptops" schienen in den vergangenen Monaten nicht abzureißen. Am Dienstag war es dann so weit, als Myerson die Funktionsweise des neuen Betriebssystems auf einem solchen präsentierte. Mit diesem Produkt scheint Microsoft Tabletcomputer und Laptop nun gänzlich verbinden zu wollen, ohne auf die Vorzüge der beiden Varianten verzichten zu müssen.

    Entgegen den ersten Vermutungen, wonach die Leistung des "Surface Laptops" wegen seiner Verwendung in Schulen und an Universitäten leiden könnte, sollen Produktvarianten mit beispielsweise Intel-i5- und i7-Prozessoren, bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher (RAM) und schnellen Solid-State-Drive (SSD)-Festplatten mit bis zu 512 Gigabyte Speicherkapazität ausgestattet werden. Was den Preis dieses Laptops betrifft, so soll das Basismodell – ausgestattet mit einem i5-Prozessor, vier Gigabyte RAM und einer Festplatte mit 128 Gigabyte Speicherplatz – 1149 Euro kosten. In Deutschland nimmt der Konzern bereits Vorbestellungen entgegen. Die offizielle Auslieferung der Modelle mit i5-Prozessor soll im Juni 2017 erfolgen.

    Florian Meingast, 06.05.2017, 04:41 Uhr

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