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    Alexa gegen Cortana: Setzt sich Amazon oder Microsoft durch?

    Alexa gegen Cortana: Setzt sich Amazon oder Microsoft durch?

    SEATTLE, REDMOND. In diesem Rennen dürfte Amazon die Nase vorne haben.

    Mittlerweile haben sprachgesteuerte Assistenten einen großen Stellenwert im Leben vieler Menschen. Neben Apple und Google versuchen sich nun auch die beiden amerikanischen IT-Konzerne Amazon und Microsoft, sich in der Welt der Sprachbefehle zu etablieren.

    Ein Gerät mit Ecken und Kanten

    Im Juni 2015 ließ Amazon seine Vorstellung eines Assistenten mit dem Namen "Echo" auf den US-amerikanischen Markt los. In Europa hielten "Echo" und dessen kleiner Bruder "Echo Dot" Ende Oktober des vergangenen Jahres Einzug.

    Der etwa ein Kilogramm schwere Zylinder "Echo" ist mit Mikrofonen, Lautsprechern und vier Tasten ausgestattet. Der Vorteil: "Echo" kann je nach Belieben im gesamten Wohnraum positioniert werden. Die Einstellungen nimmt der Besitzer über die Amazon-Echo-App vor. Sämtliche Sprachbefehle werden dann von der Software "Alexa" erkannt und anschließend beantwortet.

    Das Problem ist, dass sich das System noch in einer Beta-Version, also einer letzten Testversion, befindet. So lassen sich zwar die kompatiblen Fernseher und Heimkinosysteme sprachlich ein- und ausschalten oder auf Befehl bei Amazon einkaufen, wird Alexa jedoch nach einer bestimmten Person gefragt, ist die Antwort oftmals: "Das gehört zu den Dingen, die ich nicht weiß." Durch "Skills" soll Alexa laufend intelligenter gemacht werden.

    Kürzlich präsentierte Amazon einen Ableger des "Echo" mit integriertem Bildschirm – den "Echo Show". Mit diesem Modell werden dann auch Videoanrufe möglich sein. In den USA soll diese Version bereits Ende Juni erscheinen.

    Angespornt vom steigenden Interesse an den digitalen Assistenten, integrierte Microsoft "Cortana" in Windows 10 und ab der Softwareversion 8.1 auch auf den "Windows Phones".

    Fehlende Flexibilität

    Doch Cortana leidet in seiner Flexibilität, da Computer und Telefon erst gestartet werden müssen, um dem Assistenten etwas anschaffen zu können.

    Wie bei der Entwicklerkonferenz angekündigt wurde, will der Konzern "Cortana" deshalb künftig auch in externen Geräten zur Verfügung stellen und arbeitet daher bereits mit Harman Kardon oder HP zusammen. Dieses Versäumnis dürfte mitunter dafür ausschlaggebend sein, dass sich Amazon in diesem Kampf wohl durchsetzen dürfte.

    Florian Meingast, 13.05.2017, 00:04 Uhr

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