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    Die Helden aus der zweiten Reihe

    Die Helden aus der zweiten Reihe

    PASCHING. Das Team hinter dem Team: die vielen helfenden Hände beim Aufstieg des LASK.

    Als der Aufstieg mit dem Sieg gegen Liefering fixiert war, brach es aus Klaus Fischill heraus: Der Zeugwart konnte die Tränen des Glücks kaum verbergen.

    So war es auch 2007 beim bisher letzten Aufstieg in die Bundesliga, auch da war Fischill schon dabei. Dazwischen hatte er aus Einsparungsgründen den LASK verlassen müssen – der Klub verlor aber damit mehr, als er damit gewann. Denn der Katsdorfer ist nicht nur Zeugwart und „Mädchen für alles“, sondern vor allem eines: beliebt.

    Schon seit Herbst 2001 bringt Busfahrer Gerhard Gruber die Mannschaft zu den Auswärtsspielen. Ihm bedeutet der jetzige Aufstieg mehr als jener vor zehn Jahren. „Weil wir von ganz unten gekommen sind. Beim ersten Training in der Regionalliga ist damals nicht einmal eine ganze Mannschaft auf dem Platz gestanden“, erzählt Gruber. Die Freude fuhr aber immer mit, auch nach Allerheiligen, Feldkirchen und Kalsdorf. Größer wird sie nicht nur, weil es in der kommenden Saison wieder nach Wien, Salzburg und Graz geht und seine Passagiere „lauter klasse Burschen“ sind: „Wenn ich vor fünf Jahren mit dem Bus durch Linz gefahren bin, haben mir von zehn Leuten acht den Vogel gezeigt. Jetzt winken mir acht von zehn freundlich zu.“

    Fördern und fordern

    Auch Tormanntrainer Wolfgang Wimmer war beim Aufstieg 2007 schon dabei. „Für mich war es damals in Leoben emotionaler.“ Vier Runden vor Schluss traf dort Niklas Hoheneder in der Nachspielzeit zum 1:1, womit Schwanenstadt abgeschüttelt wurde. „Diesmal war ja nach drei, vier Runden im Frühjahr klar, wohin es geht.“ Die Freude und der Stolz seien aber ebenso groß.

    Fördern und fordern

    Dass der LASK in dieser Saison mit Pavao Pervan und Filip Dmitrovic zwei starke Rückhalte hatte, lag nicht nur an deren Talent, sondern auch daran, dass es Wimmer herauskitzelt. „Ich brauche immer neue Reize, ich muss mich fordern“, erzählt der Vater des Tottenham-Legionärs Kevin Wimmer. Am Wochenende analysierte er stets die Filme von Videomann Markus Wenger und zerlegte die Torhüterszenen, um daraus Übungen zu entwickeln. Deswegen muss sich der LASK in der Bundesliga keine Sorgen auf der Torhüterposition machen, zumal Wimmer seit März die U21-Teamtorhüter betreut und somit den direkten Vergleich hat.

    Wimmer ist mehr als „nur“ Tormanntrainer. In den Besprechungen des Trainerteams samt Fitnesscoach Michael Berktold und Amateure-Trainer Ronald Brunmayr hat seine Stimme Gewicht. „Ich habe selten ein so gutes Klima erlebt.“  

    Die Aufstiegshilfen

    Bei der Mannschaft

    • Manfred Kagerer
      Stab
    • Klaus Fischill
      Zeugwart
    • Johannes Stacher
      Physiotherapeut
    • Markus Angerschmid
      Masseur
    • Gerhard Gruber
      Busfahrer
    • Markus Wenger
      Videoanalyse

    Im Büro

    • Barbara Niedermayr
      Assistentin der Geschäftsführung
    • Marion Leitner, Heike Hörmann, Franziska Lindorfer
      Sekretariat
    • René Kern
      Merchandising
    • Robert Jany
      Marketing und Spieltag
    • Stefan Wieser
      Greenkeeper

    Günther Mayrhofer, 19.05.2017, 14:51 Uhr

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