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    Sommermode: Das Brusthaar darf wieder sprießen

    Sommermode: Das Brusthaar darf wieder sprießen

    Die Männerbrust wird wieder verstärkt zur haarigen Angelegenheit.

    "Aktuell bewegen wir uns in eine neue Hippie-Ära. Der perfekt glatte überstylte Prototyp der 1990er-Jahre trifft endgültig nicht mehr den Modegeschmack", sagt Constantin Herrmann, Beauty-Director vom deutschen Männer-Magazin "GQ". Wildwuchs wie einst bei Tom Selleck ist aber auch nicht angesagt. "Männer sollten zeigen, dass sie sich Mühe geben", sagt Psychologin Ada Borkenhagen. "Sie dürfen nicht einfach ,Matte‘ tragen."

    Die Hersteller von Rasierern und Zubehör stellen einen "Trend zur Individualität" fest. "Der eine mag das Brusthaar eher getrimmt, während der andere eine glatte Brust bevorzugt." Das Thema Körperrasur sei zu einer Frage des Lifestyles geworden und mittlerweile ein fester Bestandteil der männlichen Pflege-Routine.

    Ein Abgrenzungsmerkmal

    Das sprießende Brusthaar ist laut Borkhagen eine Art Gegentrend: Auf das androgyne Äußere mit jünglingshafter Glattheit folgte zuerst der Bart, nun das Brusthaar. "Das kommt aus der Schwulenszene, wird aber inzwischen auch bei heterosexuellen Männern schick." Ein weiterer Grund: Frauen hätten bei Tätowierungen aufgeholt, sagt Borkenhagen. Brusthaar tauge für Männer als Abgrenzungsmerkmal.

    Ein durchschnittliches Brusthaar werde ungefähr 2,5 Zentimeter lang, sagt "GQ"-Stilexperte Herrmann. "Wer die Länge an sich mag, braucht nicht zu trimmen." Ansonsten trage man Brusthaar länger als auf dem Bauch. Die Schultern bleiben in jeder Version völlig haarfrei. Auch die Brustwarzen sollten freigehalten werden." Wer ein Vorbild sucht, werde bei Schauspielern fündig: "Bradley Cooper trägt das aktuell vielleicht schönste Brusthaar."

    OÖN, 14.06.2018, 00:04 Uhr

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