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    Sharon Stone ist 60 – und dankbar dafür

    Sharon Stone ist 60 – und dankbar dafür

    Die Schauspielerin hat sich aus einfachsten Verhältnissen nach oben gekämpft

    Sharon Stone lacht lange. Ob sie während ihrer Hollywood-Karriere je sexuelle Belästigung erfahren habe, hat sie ein Reporter gerade gefragt. "Ich bin seit 40 Jahren dabei", sagt Stone. "Können Sie sich das Business vorstellen, in das ich vor 40 Jahren hineinkam? So wie ich aussehe? Aus dem Nirgendwo in Pennsylvania? Ich bin völlig ohne Schutz dorthin gekommen. Ich habe alles gesehen." Stone, die am Samstag, 10. März, 60 Jahre alt wird, feiert dann auch die "MeToo"-Bewegung gegen die sexuelle Belästigung von Frauen. "Wir fangen an, uns als Frauen wertzuschätzen, und nicht zu denken, dass wir uns wie Männer verhalten müssen, um wertvoll zu sein."

    Ihre eigene Karriere begann mit einer lasziven Beinbewegung: Als männermordende Krimi-Schriftstellerin Catherine Tramell in "Basic Instinct" schlug die Schauspielerin 1992 lässig die Beine übereinander – eine Szene, die in die Filmgeschichte einging und Stone über Nacht berühmt machte. Noch immer spielt Stone erfolgreich und gerne ihre weiblichen Reize aus – und kämpft gleichzeitig darum, nicht darauf reduziert zu werden.

    Schön und hochintelligent

    Stone ist Aids-Aktivistin, Mutter von drei Adoptivsöhnen, und sie macht fast jedes Jahr einen Film. Zuletzt war sie in der in den USA viel diskutierten Krimiserie "Mosaic" von Steven Soderbergh zu sehen.

    Aufgewachsen ist sie in einer Arbeiterfamilie in einer Kleinstadt. Mit einer Größe von 1,74 Metern, einem überdurchschnittlich hohen Intelligenzquotienten von 154, einem College-Abschluss in kreativem Schreiben und Trophäen von Schönheitswettbewerben bahnte sie sich schließlich den Weg nach New York, wo sie als Model und Schauspielerin Karriere machte.

    Dramatische Operation

    Einer der schlimmsten Tage im Leben der Schauspielerin aber kam 2001: eine schwere Gehirnblutung, Operation. Stone überlebt nur knapp, kann nicht mehr laufen, nicht mehr richtig sehen. Jahrelang kämpft sie sich mühsam ins Leben zurück. Deswegen sei sie jetzt auch einfach nur glücklich, überhaupt 60 Jahre alt zu werden, sagt Stone.

    OÖN, 08.03.2018, 00:04 Uhr

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