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    Michael Douglas über Missbrauchsvorwürfe: "Komplette Lüge"

    LOS ANGELES/BERLIN. US-Schauspieler Michael Douglas wehrt sich gegen Vorwürfe sexueller Belästigung. Den deutschen Regisseur Dieter Wedel, dem Ähnliches zur Last gelegt wird, verteidigt seine Partnerin Uschi Wolters.

    US-Schauspieler Michael Douglas ist möglichen Vorwürfen sexueller Belästigung mit einem Gang an die Presse zuvorgekommen. Er habe von einer Anwältin erfahren, dass eine Frau, die vor mehr als 30 Jahren für ihn gearbeitet hätte, Vorwürfe erhoben habe, sagte der zweifache Oscar-Preisträger dem Film-Portal "Deadline.com". Sie soll behauptet haben, er habe vor ihr masturbiert.

    Der 73-Jährige bezeichnete dies als "komplette Lüge". Zugleich betonte Douglas, er wolle die Kontrolle über die Geschichte behalten und sei deshalb an die Presse gegangen, bevor bestimmte Medien die Sicht der Frau veröffentlichten und er sich dann verteidigen müsse.

    Der seit mehr als 50 Jahren in der Filmbranche präsente Darsteller ist mit der britischen Schauspielerin Catherine Zeta-Jones verheiratet und hat mit ihr zwei minderjährige Kinder. "Der Teil der mir am meisten wehtut, ist, dies alles mit meiner Frau und meinen Kindern teilen zu müssen. Meine Kinder sind wirklich aufgebracht, sie müssen zur Schule gehen und sich darüber sorgen, dass dies in einem Artikel über mich erscheinen wird, in dem ich als sexueller Belästiger dastehe".

    Die Frau hatte Douglas zufolge in den 1980er-Jahren für ihn gearbeitet. Sie sei eine Bloggerin, die jetzt ein Buch über ihr Leben veröffentlichen wolle und ein Kapitel über ihn plane. "Vielleicht ist sie verärgert, dass ich sie damals gehen ließ...", sagte Douglas im Interview. Das Einzige, was er einräume und auch bedauere, sei, in ihrer Gegenwart - aber nicht an sie gerichtet - eine vulgäre Sprache benutzt zu haben. Dies hatte die frühere Mitarbeitern Douglas ebenfalls vorgeworfen.

    "Ich unterstütze die #MeToo-Bewegung aus vollem Herzen", meinte Douglas mit Blick auf die Bekenntnisse von Frauen, die die ersten Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen US-Produzent Harvey Weinstein im Herbst 2017 öffentlich gemacht hatten. "Doch das ist ein Schritt, der dieser Bewegung einen Rückschlag versetzen kann. (...) Ich würde mir wünschen, wir wären vorsichtiger, zu beschuldigen und beschuldigt zu werden."

    Uschi Wolters: "Habe Dieter nie gewalttätig erlebt"

    Dieter Wedels Partnerin Uschi Wolters hat den Regisseur gegen Vorwürfe der sexuellen Belästigung verteidigt. Die Anschuldigungen seien "absurd", sagte Wolters in einem Interview des Magazins "Bunte" vom Donnerstag. "Ich weiß, dass mein Mann keiner ist, der Frauen missbraucht oder ihnen Gewalt antut."

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    Berlin. Die aktuelle Situation empfinde sie als "beklemmend", sagte Wolters weiter: "Die Ankläger bekommen recht, alle fallen über den Beschuldigten her." Wedel könne "sehr aufbrausend" werden, sagte Wolters laut "Bunte" weiter. Sie habe ihn jedoch nie gewalttätig erlebt. "Natürlich haben auch wir unsere privaten Auseinandersetzungen, aber ich weiß, wie ich seinen Ärger abfangen kann", sagte sie. Wedel hatte Wolters bereits im Alter von 27 Jahren kennengelernt.

    Drei Schauspielerinnen hatten Anfang Jänner im "Zeit"-Magazin schwere Vorwürfe gegen den 75-Jährigen erhoben, bis hin zum erzwungenen Sex. Wedel hatte dem widersprochen. Sein Anwalt hatte mitgeteilt, der Regisseur habe vor Erscheinen des Berichts "eine umfassende eidesstattliche Erklärung zu den schweren Anschuldigungen abgegeben".

    nachrichten.at/apa, 11.01.2018, 14:37 Uhr

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