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    Spitalsreform bringt weniger als geplant

    Spitalsreform bringt weniger als geplant

    LINZ. 2,3 Milliarden Euro weniger Ausgaben in den Jahren bis 2020 als ohne Reform; das war der Plan bei der oberösterreichischen Spitalsreform 2011.

    Eine "Kostendämpfung" bringt die Reform zweifellos. Doch der Effekt wird deutlich geringer sein als prognostiziert, stellt der Landesrechnungshof (LRH) in seiner bereits dritten Prüfung der Reform-Umsetzung fest.

    Tatsächlich werde der Spareffekt in Summe um 700 Millionen Euro geringer ausfallen, also "nur" 1,6 Milliarden Euro, schreibt der LRH in seinem gestern erschienenen Bericht. Das, obwohl "die Entwicklung bei einzelnen Indikatoren, wie Bettenabbau oder durchschnittliche Belagsdauer, in die angestrebte Richtung verläuft", so LRH-Direktor Friedrich Pammer.

    Ärztepaket und Uni-Klinik

    Insbesondere Mehrkosten für die Umsetzung des Spitals-Arbeitszeitgesetzes und das "Ärzte- und Pflegepaket" wirken sich aus. Im Voranschlag für 2017 stiegen die Ausgaben für die Abgangsdeckung um zwölf Prozent, für die kommenden Jahre erwartet die Abteilung Gesundheit des Landes eine jährliche Erhöhung um vier Prozent. Daneben haben sich auch die "Rahmenbedingungen" seit Beschluss der Spitalsreform geändert: Die Kepler-Universitätsklinik (KUK) wurde gegründet, was sich "auf die Versorgungsleistung auswirkt". Im Jänner wurde auch das Ordensklinikum Linz gebildet.

    Weshalb der LRH fordert: "Die Leistungsschwerpunkte sollten an die Änderungen angepasst werden." 

    (bock), 18.05.2017, 00:04 Uhr

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