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    Wiener Süßwarenhersteller Manner geht gegen FPÖ Salzburg vor

    Die Salzburger FPÖ-Spitzenkandidatin Marlene Svazek nahm für ihren Wahlkampf eine Anleihe bei "Manner". Die missbräuchliche Verwendung des Slogans schmeckt dem Wiener Unternehmen weniger.

    Der Landtagswahlkampf ist nun auch in Salzburg in vollem Gange: Spitzenkandidatin Marlene Svazek, in ihrer Funktion auch Generalsekretärin der Bundespartei, postete auf ihrem Facebook-Account ein weißes Partei-Fahrzeug mit der Aufschrift "Marlene mag man eben". Anlehnung nahm sie hier wohl beim Hersteller Mannerschnitten. Spruch und Schriftzug erinnern stark an den Werbeslogan des Süßwaren-Herstellers Manner: "Manner mag man eben."

    Der Social-Media-Manager der NEOS, Bence Jünnemann, postete das Bild auf Twitter: “He, MannerAG, ich hoffe das ist nicht mit eurer Zustimmung passiert.”

    Manner kündigt Klage an

    Die Firma gibt auf Twitter ein Statement ab:

    Die Manner AG - zuletzt lange nicht auf der Mikroblogging-Plattform aktiv - reagierte umgehend. "Wir haben im vorliegenden Fall keine Zustimmung zu einer Nutzung erteilt und werden dies auch in Zukunft bei keiner politischen Partei tun", hieß es auf Twitter.

    "Wir klären das weitere Vorgehen heute mit unserem rechtlichen Beistand. Zu den konkreten Schritten werden wir uns aber nicht äußern", sagte Manner-Sprecherin Karin Steinhart am Dienstag zur APA. "Der Manner Claim 'mag man eben' ist geschützt und immer, wenn wir von einer missbräuchlichen Verwendung erfahren, reagieren wir." Die Marke sei dem Unternehmen heilig - nicht nur bei politischen Geschichten.

    "Wir wollten nie jemanden provozieren und auch niemanden politisch vereinnahmen - der Spruch hat meinem Team einfach irrsinnig gut gefallen", schrieb Svazek am Dienstag auf Facebook. Zuvor hatte die FPÖ-Landeschefin zwei Beispiele getwittert, dass bei früheren Wahlen auch Kandidaten von ÖVP und SPÖ auf den "Mag man eben"-Slogan und die Manner-Optik zurückgriffen haben.

    Wie der Sprecher der Salzburger FPÖ, Dom Kamper, zur APA sagte, wolle man nun einmal die Reaktion des Unternehmens abwarten. Insgesamt seien sechs Autos mit dem Slogan versehen worden. Auf Wahlplakaten finde er sich nicht, er sei aber für den Aufdruck auf Kleingeschenke vorgesehen gewesen.

    nachrichten.at, 13.03.2018, 08:27 Uhr

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