• Innenpolitik
    Vorzeige- oder Auslaufmodell? Wie der Milliarden-Betrieb AUVA funktioniert

    AUVA-Spitzengespräch: "Sind auf gutem Weg"

    WIEN. Die Diskussion um die Zukunft der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) dürfte in friedlichere Bahnen kommen: AUVA-Obmann Anton Ofner zeigte sich Montagabend nach einem Gespräch mit Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) durchaus zufrieden.

    Die Unterhaltung sei "lösungsorientiert" gewesen, sagte Ofner zur APA: "Ich denke, wir sind auf einem guten, konstruktiven Weg."

    Hartinger hatte der AUVA mehrfach die Rute ins Fenster gestellt, sollte sie nicht 500 Mio. Euro einsparen - und auch mit der Auflösung gedroht. Diese fürchtet Ofner nicht: Er sehe "grundsätzlich den Konsens", dass man gemeinsam eine Lösung sucht, sagte er nach dem Gespräch. Die AUVA fühle sich an die Vorgaben des Regierungsprogrammes gebunden. Ofner geht davon aus, dass man bis zu Jahresende - wie im Koalitionsübereinkommen vorgesehen - im Diskurs ein Papier vorlegen kann. Die Ministerin habe sich erfreulicherweise Zeit für das - mehr als eineinhalbstündige - Gespräch genommen, merkte er an. Über inhaltliche Details des Gesprächs gab es keine Auskunft.

    Gespräche über Zukunft der AUVA:

    Vor dem Treffen der AUVA-Spitze mit der Ministerin hatte die Generalversammlung der AUVA am Nachmittag mit großer Mehrheit eine Resolution für den Weiterbestand verabschiedet. Die Versicherung wird darin als "sozialpolitisches Erfolgsmodell, um das Österreich international beneidet wird" bezeichnet.

    AUVA-Obmann Anton Ofner betonte, sich an das Regierungsübereinkommen von ÖVP und FPÖ gebunden zu fühlen, in dem bis Jahresende ein Einsparungskonzept und erste finanzielle Erfolge eingefordert werden. Wie in der Vergangenheit unterstrich er aber, dass die AUVA aus eigener Kraft nur rund 100 Millionen Euro, und nicht die verlangten 500 Millionen Euro schaffen könne. Weil man etwa für die Übernahme von Freizeitunfällen nur 20 bis 25 Prozent der tatsächlich entstandenen Kosten ersetzt bekomme, müsse es Gespräche mit den Systempartnern geben, um weitere Einsparungen erreichen zu können.

    nachrichten.at/apa, 16.04.2018, 19:53 Uhr

    Mehr Innenpolitik
    Innenpolitik Übersicht
    Zurück Zum Seitenanfang