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    US-Botschaft widerspricht eigenem Präsidenten

    WASHINGTON. Die US-Botschaft in London hat der Darstellung von Präsident Donald Trump zum Umzug der Vertretung vehement widersprochen.

    Die alte US-Botschaft am Londoner Grosvenor Square habe nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards entsprochen, hieß es in einer Mitteilung der Botschaft.

    Unter anderem durch einen Grundstückstausch sei es gelungen, das neue, hochmoderne und hermetisch gesicherte Botschaftsgebäude ohne zusätzliche Belastung des US-Steuerzahlers zu bauen. Die Pläne dazu seien bereits 2007 entstanden.

    Trump hatte seinen Besuch zu der Eröffnung mit der Begründung abgesagt, die Regierung seines Vorgängers Barack Obama habe die alte Botschaft in bester Lage zu einem Schleuderpreis hergegeben. Die Entscheidung war jedoch bereits zu einer Zeit getroffen worden, als Obama noch gar nicht US-Präsident war, sondern Trumps Parteifreund George W. Bush.

    In britischen Medien wurde gemutmaßt, dass es Trump bei der Absage gar nicht um das Botschaftsgebäude ging, sondern um die Tatsache, dass große Proteste der britischen Bevölkerung gegen seinen Besuch erwartet worden waren. Außerdem sei ihm der für ihn im Protokoll vorgesehene Auftritt nicht angemessen erschienen.

    nachrichten.at/apa, 13.01.2018, 07:15 Uhr

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