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    Großeinsatz beendet: „Friedliche Demo“ mit Zwischenfällen

    LINZ. Der rechte Kongress "Verteidiger Europas" ist am Samstag in Linz ohne große Zwischenfälle über die Bühne gegangen. In letzter Minute sagte der Salzburger Weihbischof Andreas Laun sein Kommen ab. An der Gegendemo des Bündnisses "Linz gegen Rechts" nahmen offiziell 1.800 Personen teil.

    Der Marsch, bei dem auch Rauchgranaten in die Luft gingen, wurde von einem Polizei-Großaufgebot begleitet.

    Schon ab den frühen Morgenstunden hatte die Exekutive das Platzverbot rund um den Veranstaltungsort, die Redoutensäle in der Linzer Innenstadt, rigoros überwacht. Für Aufregung sorgte kurz nach Beginn der Tagung, an der 500 Personen teilgenommen haben sollen, eine Störaktion in den Repräsentationsräumen des Landes Oberösterreichs. Die Polizei nahm vorübergehend zwei Personen fest, die eine Stinkbombe geworfen hatten.

    Prominentester Redner war Herbert Kickl, FPÖ-Generalsekretär und Wahlkampfleiter von Norbert Hofer. Gewohnt markige Sprüche hatte er für die politische Konkurrenz auf Lager. So bezeichnete er Nationalratsabgeordnete von SPÖ und Grüne als "mieselsüchtige Parlamentarier" und den Bundespräsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen einen "Last-Minute-Patrioten", wie die Veranstalter bekannt gaben.

    Der Angesprochene konterte dagegen via Presseaussendung: "Nach dem Herbeireden eines Bürgerkrieges durch FP-Obmann Strache reiht sich der Besuch Kickls bei der heutigen Linzer Veranstaltung in die neue Linie der FPÖ ein", so Van der Bellen. Der blaue Generalsekretär konnte die Kritik an seinem Auftritt nicht nachvollziehen. Dass keine "Mainstream-Medien" am Kongress teilnehmen durften, sah Kickl mit Wohlwollen: "Sie können jetzt selber einmal darüber nachdenken, warum das so ist", meinte er laut "Standard" bei seinem Eintreffen.

    Laun bedauert "Polarisierung"

    Ein anderer prominenter Gastredner sagte hingegen am Samstag in letzter Minute ab. Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun wollte eigentlich über "Europa und seine christlichen Wurzeln" referieren. Auf ausdrückliches Ersuchen von Erzbischof Franz Lackner verzichtete er dann auf sein Erscheinen in Linz. Laun selbst bedauerte "die Polarisierungen rund um den Kongress".

    Hinter dem Kongress "Verteidiger Europas" steht das "Europäische Forum Linz". Auf der Liste der "Aussteller" fanden sich u.a. die Identitäre Bewegung, die vom früheren Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf ins Leben gerufene Webplattform "unzensuriert.at" oder das Zweimonatsblatt "Info Direkt". Kritiker der Veranstaltung charakterisierten die Teilnehmer als Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker, oft mit Russland-Affinität, teils mit umstürzlerischen Tendenzen.

    Gegen diese umstrittene Veranstaltung organisierte das 63 Organisationen umfassende Bündnis "Linz gegen Rechts" die Gegenkundgebung "Linz stellt sich quer - Nein zum rechtsextremen Kongress!", rund 1.800 Teilnehmer marschierten laut Polizei am Nachmittag lautstark vom Hauptbahnhof bis an den Rand des Platzverbots an der Promenade. "Nazis raus", "Vielfalt statt Einfalt" oder "Horizont erweitern, statt Grenzen setzen" waren u.a. auf ihren Transparenten zu lesen. Wegen Zündens von Rauchgranaten und bengalischen Feuern wurde der Zug kurzzeitig angehalten. Die Gruppe "Wir sind das linksextreme Protestpotenzial" fiel durch ihre Spurensicherungsanzüge und Mundschutz auf.

    "Kein Zufall, dass rechter Kongress in Linz stattfindet"

    Der Protest richtete sich aber nicht nur gegen das Treffen in den Redoutensälen sondern auch dagegen, dass das Land seine Repräsentationsräume an die Veranstalter vermietet hat. "Es ist kein Zufall, dass der rechte Kongress in Linz stattfindet", meinten Redner der Gegenkundgebung. Damit verwiesen sie auf die seit einem Jahr in Oberösterreich regierende schwarz-blaue Koalition. Die Kongress-Veranstalter indes bedankten sich für die "Standhaftigkeit" bei den "politischen Verantwortungsträgern".

    Schon vergangene Woche hatten mehr als 60 Persönlichkeiten - darunter Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, KZ-Überlebende, Arbeiterkammerpräsident Rudolf Kaske, ÖGB-Präsident Erich Foglar oder der frühere Vizekanzler Erhard Busek (ÖVP) - einen Offenen Brief an LH Josef Pühringer (ÖVP) unterzeichnet, in dem die Auflösung des Mietvertrags gefordert wurde.

    Geruchsintensiver Zwischenfall

    Kleinere Zwischenfälle gab es allerdings. Gegnern der Veranstaltung ist es offenbar gelungen, in die Redoutensäle vorzudringen und eine Stinkbombe losgehen zu lassen. Als es im Saal plötzlich erbärmlich zu stinken begann, war die Aufregung unter den rund 500 Teilnehmern natürlich groß. Zwei Personen wurden als „Störenfriede“ ausgemacht, festgenommen und von der Polizei abgeführt. Das hat Bruno Guttmann, Pressesprecher der Polizei, den OÖNachrichten bestätigt.

    Wir waren den ganzen Tag über mitten im Geschehen. Der Liveticker des gestrigen Tages zum Nachlesen:

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    19:17
    OÖN

    Liebe Leser, nach etwas mehr zehn Stunden Liveticker beenden wir diesen und danken Ihnen sehr herzlich für Ihr Interesse. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und eine ruhige Nacht, aus der OÖN-Redaktion verabschieden sich Valentina Dirmaier, Thomas Nigl und Anneliese Edlinger.

    Ebenfalls im Einsatz waren Alexander Schwarzl (Fotos), sowie Michael Kraml und Wolfgang Hofer vom OÖN-TV-Team sowie Norbert König-Felleitner (nachrichten.at).

    19:10
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Einsatzleiter Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter bestätigt das Ende des Kongresses. Er ist mit dem Einsatz der Polizei zufrieden. Die Kollegen aus Wien, Salzburg und der Steiermark treten bereits die Heimfahrt an. Einige Beamten aus Oberösterreich werden noch auf der Promenade bleiben, bis die letzten Teilnehmer des rechten Kongresses den Ort des Geschehens verlassen haben.

    19:03
    OÖN

    Sehr zufrieden mit den vielen Teilnehmern an der Gegendemonstration „Linz gegen Rechts“ zeigt sich Thomas Pilgersdorfer vom Bündnis "Linz gegen rechts". Man freue sich, dass es gelungen sei, sehr viele Menschen aus allen Gesellschaftsschichten“ zu mobilisieren. Pilgersdorfer spricht von 3.500 Teilnehmern, die Polizei von 1.800.

    18:50
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Der Kongress der selbsternannten „Verteidiger Europas“ ist offensichtlich beendet. Die Organisatoren bedanken sich via Twitter bei allen, „die diesen Kongress besucht und ermöglicht haben.“

    18:39
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Laut Teilnehmern des rechten Kongresses wird ihre Veranstaltung in den Redoutensälen in etwa einer halben Stunde beendet sein. Dann, so die jungen Herren, werde man sich bis Mitternacht noch bei Speis und Trank zusammensetzen und den Tag gemütlich ausklingen lassen. Genauso lange, bis Mitternacht, dauert die polizeiliche Sperre der Promenade.

    18:31
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Die „Verteidiger Europas“ haben sich wieder via Twitter gemeldet. „Wir respektieren friedliche Demonstrationen. Gewalt und Randale fallen jedoch nicht unter Meinungsfreiheit“, heißt es da. Aber davon hat es laut Polizei ja ohnehin  nicht viel gegeben.

    18:17
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Die „Verteidiger Europas“ haben gerade getwittert, dass ihr Kongress noch am Laufen ist. Aber allzu lange dürfte es nicht mehr dauern, da das offizielle Ende der Veranstaltung für 18:45 Uhr vorgesehen ist.

    18:12
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Es gab keine gröberen Zwischenfälle, bestätigt auch Polizeisprecherin Petra Datscher. Der Zwischenfall im sogenannten „schwarzen Block“ während der Demo auf der Landstraße konnte sofort durch die Polizei unterbunden werden. Einsatzkräfte kesselten eine gewaltbereite Gruppe sofort ein. Ansonsten verlief alles friedlich.

    18:03
    OÖN

    Die letzten Überbleibsel der Kundgebung. Nachdem sich die Demonstration rasch aufgelöst hat, kann die Polzei bereits mit den Aufräumarbeiten beginnen.

    18:00
    OÖN
    17:53
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Die Demo-Veranstaltung von „Linz gegen Rechts“ ist offiziell beendet, die meisten Zuhörer haben bereits zuvor die Promenade verlassen.

    17:45
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Die Zahl der Demonstranten hat sich mittlerweile deutlich verringert. Die Straßenbahn auf der Landstraße fährt wieder. Auf der Promenade wird zwar noch immer gegen FPÖ, Landeshauptmann Josef Pühringer (VP) und den rechten Kongress gewettert, allerdings vor stetig weniger werdenden Zuhörern.

    17:41
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Die Bim fährt wieder durch die Landstraße

    Laut Peter Gottermeier, Abteilung Kommunikation der Linz Linien, fährt die Straßenbahn in Linz inzwischen wieder planmäßig.

    Die Buslinien 26 und 27 fahren weiterhin durch den Römerbergtunnel. Die Umleitung soll noch bis ca. 20 Uhr bleiben. Die restlichen Verbindungen sind wieder aufrecht, bestätigt die Linz AG den OÖNachrichten.

    17:39
    Pogutter Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Den heutigen Großeinsatz der Polizei  leiten der Linzer Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter (Foto) und der Leiter des Landesamts für Verfassungsschutz, Michael Tischlinger. Die Einsatzzentrale ist in der Landespolizeidirektion in der Gruberstraße eingerichtet. Von dort aus werden die Einsätze der verschiedenen Polizeigruppen koordiniert. Zur Verstärkung sind auch Kräfte aus anderen Bundesländern angereist.

    Foto: Schwarzl
    17:33
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Dass die Polizei mit rund 100 Mann im Einsatz ist  - eine genaue Zahl wollte die Exekutive nicht bekannt geben  - ist wohl schwer untertrieben. Viel mehr sind es mehrere hundert, die den Demonstrationszug begleitet haben und die Sicherheitszone rund um Landhaus und Redoutensäle weiterhin absichern.

    17:23
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Der Tenor aller Reden und Wortmeldungen bei der Gegendemo ist klar und deutlich: Es sei „eine Schande“ für Oberösterreich, dass sich hier in den offiziellen Repräsentationsräumen des Landes Rechtspopulisten und Rechtsextremisten zu einem Kongress versammeln dürften. Stark geht es natürlich auch gegen die FPÖ, der der „kleine Mann“ egal sei, wie Redner behaupten.

    17:20
    OÖN

    Auch Bundespräsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen hat sich online zum Geschehen in Linz:

    17:19
    OÖN
    Dass beim Einsatz Schlagstöcke eingesetzt wurden, will sich die Polizei nicht nachsagen lassen.
    17:13
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    „Linz gegen Rechts“ spricht von 3500 Teilnehmern an der Gegenveranstaltung. Diese Zahl ist derzeit noch nicht offiziell bestätigt.

    17:10
    OÖN

    Erich Fenninger, der Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österreich, in seinem Statement bei der Kundgebung von „Linz gegen Rechts“

    17:10
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Auf den Twitter-Kanälen ist eine heftige Diskussion darüber ausgebrochen, ob der rechte Kongress nun eine private Veranstaltung sei oder nicht. Denn ein Bild ist aufgetaucht, wo zu sehen ist, dass in den Redoutensälen eine große Oberösterreich-Flagge aufgehängt ist.

    17:04
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Die kurzfristige Absage des erzkonservativen Salzburger Weihbischofs Andreas Laun hat die „Verteidiger Europas“ offenbar sehr geärgert: Denn noch einmal haben sie getwittert: „Der Oberst hat befohlen und den Oberstleutnant zurückgepfiffen. Die Kirche ist keine Demokratie.“

    16:58
    OÖN

    Video: Ankunft der Demonstranten auf der Promenade

    16:49
    OÖN
    16:42
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Es geht mit der ersten Rede los. Der Großteil der Demo-Teilnehmer ist eingetroffen, der offizielle Teil soll bald beginnen.

    16:37
    OÖN
    16:35
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Der Lärm auf der Promenade schwillt an, das hat offenbar die Neugierde der selbsternannten „Verteidiger Europas“ geweckt. Etliche Teilnehmer des rechten Kongresses haben die Redoutensäle verlassen und stehen vor dem Gebäude. Der Abstand zu den Demonstranten ist rund 300 Meter groß. In diesem Radius hat die Polizei den Veranstaltungsort abgesperrt.

    16:31
    OÖN

    Aha, die „Verteidiger Europas“ lassen uns wissen, dass sei gerade Pause machen und Kaffee und Kuchen genießen.

    16:30
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Der Protestzug ist an der Promenade angekommen. Laut Auskunft der Linz Linien soll die Straßenbahn bald wieder fahren.

    16:29
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Es wird ernst auf der Promenade: Alle Polizisten haben Aufstellung genommen, die Spitze des Protestzuges ist an ihrem Endpunkt, dem Platz vor der Sparkasse, angelangt. Die Exekutivbeamte haben in Reih und Glied hinter den Absperrgittern Aufstellung genommen und ihre Schutzhelme aufgesetzt.

    16:18
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Landeshauptmann Josef Pühringer (VP) muss viel aushalten heute. Die Demonstranten kritisieren ihn lautstark und nennen es feige, dass er die Abhaltung des  rechten Kongresses in den landeseigenen Redoutensälen nicht verhindert hat. Und die „Verteidiger Europas“ danken ihm jetzt via Twitter für seine „Standhaftigkeit.“

    16:17
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Es kommt zu einer Rauferei, die Polizisten gehen dazwischen. Der Zug setzt sich wieder in Bewegung.

    16:14
    OÖN

    Die „Verteidiger Europas“ reagieren auf die Verdreifachung der Teilnehmerzahl. „Flüchtlingsstrom oder Freibier im Spiel?“ wird wieder einmal provokant getwittert.

    16:13
    OÖN

    Der stv. Vorsitzende der SJ OÖ erklärt, warum sich vom Linzer Hauptbahnhof aus der Protestmarsch gegen den Kongress der "Verteidiger Europas" in Bewegung setzt.

    16:12
    OÖN

    Ist die Polizei vor kurzem noch von 500 Teilnehmern ausgegangen, meldet sie „durch Zustrom“ mittlerweile 1800.

    16:11
    OÖN
    16:09
    OÖN
    16:06
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Um 16 Uhr würde die Straßenbahn auf der Landstraße wieder fahren, lautete  der ursprüngliche Plan. Das gilt nun nicht mehr, da der Demonstrationszug noch nicht einmal die Hälfte der Strecke hinter sich hat. Wann die Öffis wieder einsatzbereit sind, ist derzeit noch nicht zu sagen.

    16:03
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner hat sich via Presseaussendung zu Wort gemeldet: Es sei „höchst an der Zeit, dass sich SPÖ und Grüne, aber auch die Kirchenorganisationen, die ebenfalls bei dem Bündnis dabei sind, sich von den ihnen nahestehenden links- bis linksextremen Gruppierungen distanzieren“, so Haimbuchner.
     

    16:00
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Während unten die Demonstranten marschieren, knattert oben ein Hubschrauber und beobachtet die Szenerie. Die Polizei ist im Großeinsatz, auch auf der Promenade, wo sehr viele Exekutivbeamte stationiert sind. Diese haben mittlerweile ihre Helme in den Händen.

    15:59
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Der Tross kommt vor dem Martin-Luther-Platz zum Stillstand. Die Polizei ist positioniert.

    15:58
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Ein Bild mit Seltenheitswert: Passanten nützen die Gelegenheit, ein nicht alltägliches Selfie zu ergattern.

    15:55
    OÖN
    15:53
    OÖN
    15:48
    OÖN
    15:45
    OÖN
    15:40
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Die Teilnehmer sind nun auf der Landstraße auf Höhe Schillerpark. Es schließen sich auch immer wieder Zuschauer an. "Nazis raus!", wird fortwährend gerufen.

    15:38
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Während die Demonstranten lautstark am Volksgarten vorbei marschieren, geht es auf der Promenade noch sehr ruhig zu. Auffällig ist nur, dass sich zu den vielen Polizisten, die hier auf den Demo-Zug warten, auch noch Sanitäter gemischt haben. Man ist vorbereitet, für alle Fälle.

    15:33
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Laut Polizei nehmen derzeit rund  500 Menschen an der Gegendemo teil. Die Veranstalter haben dreimal so viel, 1500 Teilnehmer, angekündigt. Warten wir ab, ob noch neue Zahlen kommen.

    15:25
    OÖN
    15:17
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    "Nieder mit der FPÖ" skandieren Demo-Teilnehmer lautstark. Auch nicht die feine englische Art.

    15:12
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Auch die selbsternannten "Verteidiger Europas" melden sich wieder zu Wort. Provokant wird getwittert: "Bitte lauter schreien. Wir verstehen hier drinnen gar nichts." Da scheinen ein paar daran interessiert zu sein, dass die Sache doch noch eskaliert.

    15:11
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Die Polizei hat getwittert: „Der Zug der Demonstranten setzt sich in Bewegung.“ Jetzt geht es über die Landstraße Richtung Promenade. Ob dieser Marsch ohne größere Zwischenfälle ablaufen wird, bleibt abzuwarten. Immerhin haben die Organisatoren der Gegendemo angekündigt, dass sie „schon ihre Körper einsetzen wollen.“ Was immer das heißen soll….

    15:11
    OÖN
    15:08
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Der Abmarsch verzögert sich. "Hoch die internationale Solidarität", rufen die Teilnehmer.

    15:08
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Berichten der Veranstalter zufolge sollen sich auch einige Personen aus dem rechten Lager unter die Demonstranten gemischt haben und gezielt Streit gesucht haben. 

    15:03
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    "Wir haben keine Befürchtungen, dass es mit dem rechten Lager zu Konfrontationen kommt. Von uns geht keine Gewalt aus. Wir wollen eine gewaltfreie und friedliche Demonstration", sagt Thomas Pilgersdorfer, stellvertretender Vorsitzender der Sozialistischen Jugend. 

     

    14:59
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Dass Landeshauptmann und ÖVP-Landesparteichef Josef Pühringer bei der heutigen Großdemo sein Fett abbekommen wird, war zu erwarten. Denn im Gegensatz zu seiner Parteikollegin in Innsbruck hat er nicht verhindert, dass die Rechtspopulisten und Rechtsextremisten in Linz ihren Kongress abhalten können. So haben sich Demo-Teilnehmer Plakate gebastelt, wo Pühringer von FPÖ-Landesparteichef Manfred Haimbuchner an der Leine geführt wird. „Wie a Hündal sein Herrn“ liebe Pühringer Haimbuchner, steht da zu lesen, eine Anspielung auf den Text der oberösterreichischen Landeshymne.

    Auch einige Plakate die sich direkt gegen die ÖVP richten sind zu sehen. 

    14:54
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Immer mehr Menschen haben sich beim Hauptbahnhof eingefunden. 

    14:52
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Ideen tauchen auf, bei den Demonstranten am Hauptbahnhof…etwa Plakate mit dem Spruch: „FPÖ raus, Flüchtlinge rein“, na ja.

    14:45
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Beim Hauptbahnhof wettern indes die Jungen Grünen über die Entscheidung von Landeshauptmann Josef Pühringer (VP), Rechtspopulisten und –extremisten die Repräsentationsräume des Landes überlassen zu haben. Von Meinungsfreiheit, die ein solches Vorgehen erfordere, könne keine Rede sein, wenn die selbsternannten Abendlandretter ohnehin keine unabhängigen Medien zu ihrem Kongress zulassen.

    14:41
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    In den Redoutensälen wird jetzt darüber gesprochen, mit welchen „Konsequenzen“ Medien rechnen müssen, wenn sie „zu positiv“ über die Flüchtlingswelle berichten. Angeblich sei die Auflage der deutschen Bild-Zeitung unter die 2-Millionen-Marke gesunken, nachdem diese in Sachen Asylpolitik „Regierungspropaganda“ verbreitet habe.

    14:37
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Dichte Regenwolken ziehen auf. Das könnte eine ziemlich feuchte Angelegenheit für die Demonstranten werden. Die „Verteidiger Europas“ in den gut geheizten Redoutensälen haben es da gemütlicher.

    14:34
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Etwa 1000 Menschen haben sich vor dem Bahnhof getroffen. Es werden Reden gehalten und die Zuschauerzahl wächst stetig. 

    14:30
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Die Organisatoren der Gegendemo instruieren die Teilnehmer des Marsches über die Landstraße: „Lautstark, aber friedlich“ wird als Devise ausgegeben. Gleichzeitig wird vor „Neonazis“ gewarnt, die den Demonstranten angeblich „auflauern“ sollen.

    14:24
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Tja, wie geht’s weiter im Programm bei Europas selbsternannten Verteidigern? Jetzt steht eine Podiumsdiskussion mit Vertretern „alternativer Medien“ auf dem Programm. Solch „alternative Medien“ sind am rechten Kongress ja recht gut vertreten. Etwa Magazine wie die „Blaue Narzisse“, oder Zeitschriften mit Titeln wie „Compact“, „Sezession“ oder „Neue Ordnung.“ Was alles recht harmlos klingt. Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands nennt die Versammlung hingegen ein „internationales Treffen rechtsextremer Abendlandretter.“

    14:19
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Auch Matthias Schloßgangl ist heute gekommen, um zu demonstrieren. "In Zeiten wie diesen ist es wichtig, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen. Dafür gehen wir auf die Straße", sagt der Linzer. 

    14:14
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    „Linz stellt sich quer“ ist ebenfalls auf zahlreichen Transparenten zu lesen. Auch die ersten „Nazis raus“-Rufe sind schon ertönt. Es geht, wie erwartet, heiß her bei der Gegendemo.

    14:10
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Die Gegendemonstranten am Hauptbahnhof entrollen die ersten Spruchbänder. „Großdeutsche Träumereien zerplatzen!“, ist da beispielsweise zu lesen.

    14:08
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Den Organisatoren des rechten Kongresses in den Redoutensälen hätte ein Auftritt Launs gut ins Konzept gepasst. Denn der Hauptredner am Vormittag war, wie berichtet, Herbert Kickl. Und der ist nicht nur Generalsekretär der FPÖ, sondern auch Leiter des Wahlkampfs von FP-Hofburg-Kandidat Norbert Hofer. Und Laun wiederum hatte sich schon im Mai für Hofer als nächsten Bundespräsidenten stark gemacht und sich über dessen Gegenkandidaten, Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen, nur negativ geäußert.

    14:06
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Die selbsternannten „Verteidiger Europas“ müssen ihr Nachmittagsprogramm umorganisieren. Denn der  erzkonservative Salzburger Weihbischof Andreas Laun, dessen Referat „Das christliche Fundament Europas“ für 15 Uhr angesetzt war, hat seine Teilnahme ja kurzfristig abgesagt. Ganz freiwillig dürfte dieser Rückzug aber nicht gewesen sein. Zur „Kathpress“ hatte Laun gesagt, dass er damit dem ausdrücklichen Ersuchen des Salzburger Erzbischofs Franz Lackner nachkomme. „Ich respektiere den Wunsch des Erzbischofs“, wird Laun zitiert.

    13:44
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Schön langsam kommt Bewegung in die Sache. Beim Hauptbahnhof haben sich bereits zahlreiche Teilnehmer der Gegendemonstration versammelt. Ob sie, so wie geplant, pünktlich um 14.45 Uhr dann über die Landstraße Richtung Promenade abmarschieren werden, ist noch offen. Auf der Promenade, wo im Bereich der Sparkasse die Kundgebung samt Reden stattfinden soll, laufen die Vorbereitungen dafür jedenfalls auf Hochtouren.

    13:41
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Unterstützung erhält die Polizei OÖ auch von der Flugpolizei aus Salzburg, die im Luftraum Linz unterwegs ist. „Aber es handelt sich um keine Fahndung“, bestätigt die Flugpolizei Oberösterreich. 
     

    13:38
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Vor der Redaktion der OÖN auf der Promenade ist alles ruhig. Die Polizei beginnt mit den Aufbauarbeiten für die Kundgebung auf auf Höhre der Sparkase stattfinden soll. 

    13:28
    OÖN

    Auch die "Verteidiger Europas" gehen auf Mittag.

    13:12
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Die Bim-Linien 1-4 sind von 14.50 bis etwa 15.45 Uhr zwischen Hauptbahnhof und Landgutstraße nicht in Betrieb.
    Zudem sind die Buslinien 26, 27 und 192 heute, bis etwa 20 Uhr, von den Umleitungen betroffen.
    Ein Ersatzverkehr mit Autobussen wird von den Linz Linien eingerichtet.
     

    13:07
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Der Salzburger Erzbischofs Franz Lackner dürfte Weihbischof Andreas Laun ausdrücklich ersucht haben, nicht am Kongress teilzunehmen und dort sein Referat zum Thema "Die christlichen Wurzeln Europas" nicht zu halten.
     
    "Ich respektiere den Wunsch des Erzbischofs", so Laun, vermeldet die kathpress. "Es stimmt mich sehr nachdenklich zu sehen, welche Konflikte rund um diesen Kongress entstanden sind. Ich ersuche alle Seiten um Mäßigung und um Wahrung der Meinungsfreiheit, die für das demokratische Zusammenleben unabdingbar ist."
     

    13:00
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun habe seine Teilnahme am Treffen der "Verteidiger Europas" abgesagt. Laut Meldungen der Katholischen Presseagentur kathpress bedauere Laun die Polarisierung rund um den Kongress.

    11:33
    OÖN


    Liebe Leser,
     
    wir pausieren jetzt mit dem Liveticker und melden uns gegen 13.30 Uhr wieder. Eine halbe Stunde später, um 14 Uhr, soll ja dann die Gegendemonstration starten.
     

    11:28
    OÖN

    11:24
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    „Wir demonstrieren weil wir nicht hinnehmen wollen, dass Linz und Oberösterreich zum Dreh und Angelpunkt der rechtsextremen Szene wird. Die Versammlung ist eine bewusste Machtdemonstration“, sagt Thomas Pilgersdorfer, der u.a. für die Organisation der Gegendemo verantwortlich ist.

    11:08
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Auch Fiona Kaiser, die stellvertretende Verbandsvorsitzende der Sozialistischen Jugend, äußert sich zur Versammlung. Diesen Personen die Repräsentationsräume des Landes zur Verfügung zu stellen, sei „eine Frechheit“.

    11:02
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Die Veranstalter der Gegendemonstration sind bereits dabei, sich auf den Marsch durch die Linzer Innenstadt vorzubereiten, bestätigt Thomas Pilgersdorfer, stellvertretender Vorsitzende der Sozialistischen Jugend OÖ im Gespräch mit den OÖNachrichten.

    10:59
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Die hochgegangene Stinkbombe lässt sich nicht verschweigen, schließlich gab es die offizielle Bestätigung von der Polizei. Die „Verteidiger Europas“ schreiben von einer „lächerlichen Stinkbömbchenaktion“.

    10:49
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Abgesehen von den vielen Polizisten ist auf der Promenade kaum jemand zu sehen. Vor dem Veranstaltungsort, den Redoutensälen, sind die ganze Nacht über zwei Polizisten positioniert gewesen, um Störaktionen zu verhindern. Zudem war ein Wachdienst im Einsatz, der ebenfalls die Redoutensäle „bewacht“ hat.

    10:45
    Treffen Rechter im Redoutensaal in Linz OÖN


    Unbekannte haben in der Nacht die Linzer Ortstafeln „verziert“.
    „Linz am rechten Rand“ ist da zu lesen.

    10:35
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Die „Verteidiger Europas“ twittern fleißig über ihren Kongress. Die hochgegangene Stinkbombe verschweigen sie allerdings. Statt dessen gibt es Statements aus der Rede von FP-Generalsekretär Herbert Kickl zu lesen, dessen Referat offenbar immer noch nicht zu Ende ist. „Die Toleranz der Linken ist oft nichts anderes als Feigheit“, wird Kickl zitiert.

    10:31
    OÖN

    Die Demonstranten versuchen auf Twitter ihre Anhänger zu mobilisieren.

    10:19
    OÖN

    10:05
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Im Rahmen des Kongresses gibt es auch eine „Ausstellung“, wo zum Beispiel die „Identitäre Bewegung“ mit einem Stand vertreten ist. Vertreter der Indentitären haben heuer für Schlagzeilen gesorgt, nachdem  sie Theatervorführungen gestürmt hatten.

    09:59
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    FP-Generalsekretär Herbert Kickl soll sich darüber gefreut haben, dass er heute in ein Publikum blicken könne, wo er „keine mieselsüchtigen roten und grünen Parlamentarier“ sehen müsse.

    09:57
    OÖN
    09:56
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Das Gerücht hat sich bestätigt. Gerade wurden zwei Personen von der Polizei abgeführt. Sie platzierten in den Redoutensälen eine Stinkbombe. "Sie werden derzeit von der Polizei befragt, der Kongress wird normal fortgesetzt", sagt Bruno Guttmann von der Polizei. 

    09:55
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Nun zu den einschlägigen Medien, die bei den „Verteidigern Europas“ sehr wohl erwünscht sind. Manche sind auch Partner des Kongresses, wie etwa das in Linz erscheinende Blatt „Info Direkt“ und die vom früheren Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf ins Leben gerufene FP-nahe Webplattform unzensuriert.at. „Info-Direkt“-Obmann ist Karl Winkler, Vorsitzender der laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) rechtsextremen Österreichischen Landsmannschaft – Landesgruppe Oberösterreich.

    09:49
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Immer mehr Passanten lassen ihrem Ärger freien Lauf. "Es ist eine Frechheit, dass wegen so einer Veranstaltung ein ganzer Stadtteil abgesperrt werden musst", schimpft ein älterer Herr. 

    09:43
    OÖN

    Das Team vom Exx ist ziemlich sauer. Der Chef poltert: "Was hier abläuft ist eine Frechheit. Normalerweise ist das Lokal um die Uhrzeit brechend voll, momentan haben wir aber nur vier Kunden", sagt Wolfgang Götzendorfer. 

    09:41
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Ist trotz der aufwändigen Abschottungsversuche,  - die Veranstalter haben eine Menge Sicherheitsleute positioniert -, jemand in die Redoutensäle gelangt, der nicht erwünscht ist? Angeblich wurde eine Stinkbome reingeschmuggelt, im Saal soll es erbärmlich stinken.

    09:38
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Unabhängige Medien und somit auch die OÖNachrichten sind beim Treffen der selbsternannten „Verteidiger Europas“,  wie bereits mehrfach berichtet,  ausgesperrt. Bereits im Vorfeld hatten die Veranstalter ihren Besuchern versprochen, dass sie von Vertretern der „Lügenpresse“ heute unbehelligt bleiben würden.

    09:36
    OÖN

    Verwundert zeigte sich ein Ehepaar aus Leonding, das im Exx frühstücken gehen wollte, über den Aufruhr. Sie wussten nichts von der Sperre, zeigen dafür aber Verständnis. 

    09:24
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Auch der erzkonservative und in liberalen Kirchenkreisen sehr umstrittene Salzburger Weihbischof Andreas Laun wird referieren. Um 15 Uhr über „Das christliche Fundament Europas.“

    09:22
    OÖN

    Der Kongress läuft, als erster Redner ist für 9.30 Uhr FP-Generalsekretär Herbert Kickl angekündigt. Sein Referat unter dem Titel „Was hat Europa zu verteidigen?“ ist für eine Dreiviertelstunde angesetzt.

    09:18
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Im selben Gebäude, wo auch die Redoutensäle untergebracht sind, betreibt Robert Seeber seinen Gasthof Promenadenhof. Der ist heute geöffnet, doch weil Gäste den Medien die Aufregung rund um das rechte Treffen entnommen hatten, gingen viele vom Gegenteil aus. Doch der Betrieb im Promenadenhof läuft, auch wenn einige Gäste, vor allem Familien mit Kindern, bestellte Tische abgesagt haben.

    09:11
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Grünen-Landesrat Rudi Anschober bezeichnet den rechten Kongress als  „Schaden für das Land“. Oberösterreich würde international für negative Schlagzeilen sorgen, denn im Gegensatz zu Innsbruck, wo die Bürgermeisterin die Abhaltung eines solches Treffens verhindert hatte, mache Landeshauptmann und ÖVP-Landesparteiobmann Josef Pühringer „einen Kniefall vor dem Koalitionspartner“ FPÖ.

    09:09
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier


    „Sowas hab‘ ich noch nie erlebt!“ Rosa Fröller, die ein Lebensmittelgeschäft an der Promenade führt und als Institution in der Linzer Innenstadt bezeichnet werden kann, ist über den Auflauf vor ihrem Geschäft verwundert. Verständnis für die umfangreichen Sperren vor ihrem Laden hat die tüchtige Frau nicht. „Dass hier eine Tagung stattfindet verstehe ich. Aber die Krawallmacher sollen bitte daheim bleiben. Die brauchen wir hier nicht.“
    Die Kunden bleiben wegen der Sperrzone heute Samstag beinahe aus – nur die Polizisten, die auf der Promenade im Einsatz sind, kaufen ihr Frühstück im Geschäft Lucin.
     

    09:06
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Landeshauptmann Josef Pühringer und mit ihm die gesamte Landes-ÖVP haben im Vorfeld viel Kritik dafür einstecken müssen, dass sie den Mietvertrag mit der rechten Burschenschaft Arminia Czernowitz trotz zahlreicher Proteste gegen das Treffen der „Verteidiger Europas“  nicht aufgekündigt haben. Grünen-Landesrat Rudi Anschober und SP-Landesparteivorsitzende Birgit Gerstofer hatten in einer Sitzung der Landesregierung einen entsprechenden Antrag gestellt, der von  FPÖ und  ÖVP abgelehnt wurde. Pühringer begründete dies mit einem Gutachten des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, wonach vom rechten Treffen keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgehe. Außerdem, so der Landeshauptmann, „leben wir in einem Land mit Versammlungsfreiheit und Meinungsfreiheit“, und die gelte auch in diesem Fall.

    09:01
    OÖN

    Wie ein OÖN-Mitarbeiter, der durch die "Sperrzone" musste, soeben erzählt hat, werden alle Personen aus Sicherheitsgründen fotografiert. Als sich ein Pensionist beschwerte, erklärte ein Polizist, dass diese Fotos sowieso nicht veröffentlicht werden. 

    Mittlerweile sind auch immer mehr Teilnehmer vor Ort. 

    09:00
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Im Eingangsbereich der Redoutensäle haben sich schlagende Burschenschafter positioniert, quasi zur Begrüßung der Gäste. Angemietet hatte die Repräsentationsräume des Landes ja bereits im Mai die rechte Linzer Burschenschaft Arminia Czernowitz. Zu ihren Mitgliedern zählen unter anderen der Linzer FP-Vizebürgermeister Detlef Wimmer und der blaue Verkehrsstadtrat Markus Hein. Ihre Burschenschaft ist Mitorganisator des Kongresses der „Verteidiger Europas“.

    08:55
    Platzverbot Rechter Kongress Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Seit den frühen Morgenstunden ist dieser Bereich in der Linzer Innenstadt gesperrt. Ein Zufahren in diesem Bereich ist für den Individualverkehr nicht möglich, Passanten wird der Zutritt ebenfalls verweigert.

    08:49
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Rund 350 Teilnehmer aus dem rechtspopulistischen und rechtsextremen Lager, vor allem aus Deutschland und Österreich treffen in den Redoutensälen zusammen. Als Hauptreferent ist  FP-Generalsekretär Herbert Kickl angekündigt, nun kommt auch, wie berichtet Weihbischof Andreas Laun. Das „Europäische Forum“ Linz, das offiziell als Veranstalter auftritt, hat auch einen privaten Sicherheitsdienst engagiert. Zusätzlich zu den Polizisten, die vor den Redoutensälen stationiert sind, treten die privaten Sicherheitsleute durchaus provokant auf und „verscheuchen“ jeden, der nicht für die Veranstaltung akkredidiert ist.

    08:44
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Die Fotografen wurden von der Polizei mittlerweile weggeschickt. Die Promenade ist wie ausgestorben. Bei vielen Anrainern stoßen die Maßnahmen auf Unverständnis. 

    08:42
    OÖN

    Den heutigen Polizeieinsatz, der aufgrund der aufgeheizten Stimmung zwischen den „politischen Gegenpolen“, wie es Polizeisprecher David Furtner gegenüber den OÖN fomuliert hatte, eine Herausforderung darstellt, leiten der Linzer Stadtpolizeikommandant Brigadier Karl Pogutter und der Leiter des Landesamts für Verfassungsschutz, Michael Tischlinger.

    08:40
    Anneliese Edlinger
    Anneliese Edlinger

    Schön langsam trudeln die ersten Teilnehmer des Kongresses ein. Damit sie unbehelligt in die Redoutensäle gelangen können, hat die Polizei die Promenade großräumig abgeriegelt. Passanten, die auf dem Weg in die Innenstadt sind, werden von der Exekutive freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen, dass hier kein Durchkommen ist.

    08:40
    Valentina Dirmaier
    Valentina Dirmaier

    Die ersten Gäste kommen

    08:36
    OÖN

    Viele Beamte, insgesamt sind es mehr als 100, die teilweise auch aus anderen Bundesländern zur Verstärkung angereist sind, sind seit 5 Uhr früh im Einsatz. 

    08:36
    OÖN

    Bisher laufe alles ruhig ab, in der Nacht und auch in den frühen Morgenstunden habe es keine Probleme gegeben, hieß es von Seiten der Polizei.

    08:19
    OÖN

    Noch ist alles ruhig...

    08:13
    OÖN

    Wie aufgeheizt die Stimmung zwischen rechtem und linkem Lager ist – die großangelegte Gegendemonstration "Linz gegen Rechts" wird von Sozialistischer Jugend und KPÖ organisiert, aber auch von vielen parteiunabhängigen Organisationen unterstützt – zeigt ein Blick in die Internetforen.

    08:07
    OÖN

    Dieses Treffen mit Teilnehmern aus dem rechtspopulistischen und rechtsextremen Lager findet, trotz zahlreicher Proteste, in den landeseigenen Redoutensälen statt.

    08:00
    OÖN

    Guten Morgen aus dem OÖN-Newsroom. Wir berichten für Sie heute vom Rechten Kongress in Linz. Zur Erinnerung noch einmal der Fahrplan. Um 9 Uhr treffen sich heute die "Verteidiger Europas", ab 14 Uhr marschieren Demonstranten.

    nachrichten.at, 29.10.2016, 09:04 Uhr

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